Wenn du mit Forex handeln möchtest, gehört der Spread zu den zentralen Grundlagen, mit denen du vertraut sein solltest. Tatsächlich zählt er zu den wichtigsten Elementen der Finanzmärkte insgesamt, da er maßgeblich bestimmt, welche Kosten beim Trading anfallen.
Erfahrene Trader suchen gezielt nach Brokern mit engen Spreads, doch auch für Anfänger sind niedrige Handelskosten attraktiv. Wenn du neu im Bereich des Forex-Tradings bist und bislang keinen Broker mit geringen Spreads gefunden hast, lohnt sich ein Blick auf unsere Auswahl an Anbietern mit besonders engen Spreads.
Forex-Broker nach Spread-Kosten im Ranking
| Forex-Broker | EURUSD | USDJPY | EURGBP | GBPUSD |
|---|---|---|---|---|
| 1. Tickmill | 0,1 | 0,1 | 0,4 | 0,3 |
| 2. FP Markets | 1,2 | 1,4 | 1,4 | 1,5 |
| 3. Fusion Markets | 1,01 Ø (Standard) | 1,17 Ø (Standard) | 1,29 Ø (Standard) | 1,14 Ø (Standard) |
| 4. Global Prime | 1,04 Ø (Standard) | 1,32 Ø (Standard) | 1,19 Ø (Standard) | 1,30 Ø (Standard) |
| 5. IG | 0,86 durchschnittlicher Spread. | 0,97 durchschnittlicher Spread. | 1,83 durchschnittlicher Spread. | 1,84 durchschnittlicher Spread. |
| 6. IC Markets | 0,8 | 0,8 |
| 0,8 |
| 7. AvaTrade | 0,9 | 1,3 | 1,2 | 1,3 |
| 8. Pepperstone | 1,10 | 1,20 | 1,20 (Min.) | 1,20 |
| 9. Vantage | 1,23 | 1,36 | 0,3 (Raw ECN) | 1,31 |
| 10. eToro | 1,0 | 1,0 | 1,5 | 2,0 |
Top 10 Forex-Broker mit engen Spreads im Vergleich
Mit überwiegend positiven Bewertungen auf Trustpilot ist Fusion Markets bei Tradern sehr beliebt. Viele zufriedene Nutzer loben den Broker insbesondere für die breite Marktauswahl, den zuverlässigen Kundensupport und die wettbewerbsfähigen Spreads.
Die wichtigsten Kontomodelle bei Fusion Markets sind das Zero- und das Classic-Konto. Entscheidest du dich für das Zero-Konto, handelst du mit Spreads ab 0,0 Pips zuzüglich einer Kommission von 2,25 USD pro Seite bei einem Standard-Lot. Beim Classic-Konto wird ein Spread-Aufschlag von 0,9 Pips berechnet, dafür fällt keine Kommission an. Zusätzlich bietet der Broker ein swapfreies Konto an, bei dem der EUR/USD-Spread ab 1,4 Pips startet. Demokonten eignen sich ideal für Anfänger, um Strategien in einer risikofreien Umgebung zu erlernen und zu testen, wobei reale Marktbedingungen realitätsnah nachgebildet werden.
Gleneagle Asset Management Limited (ABN 29 103 162 278), tätig unter dem Namen Fusion Markets, ist der Emittent der in dieser Mitteilung beschriebenen Fusion Markets Produkte. Der Handel mit Fusion Markets Produkten bietet sowohl Gewinnchancen als auch das Risiko von Verlusten, die den Betrag deiner ursprünglichen Einzahlung deutlich übersteigen können, und ist nicht für alle Anleger geeignet. Du solltest sämtliche Bedingungen für Finanzprodukt-Dienstleistungen, die Produktinformationsbroschüre (Product Disclosure Statement – PDS) sowie den Finanzdienstleistungsleitfaden (Financial Services Guide), die auf unserer Website verfügbar sind, sorgfältig lesen, deine eigene finanzielle Situation, deine Bedürfnisse und Anlageziele berücksichtigen und unabhängige Finanzberatung einholen.- 2. FP Markets
Ob Sie ein privater oder professioneller Trader sind, FP Markets ist ein Broker, der Ihren Vorlieben entspricht. Die Spreads sind für ihre Wettbewerbsfähigkeit bekannt, und der Standard-Kontentyp bietet Spreads, die so niedrig wie 1 Pip sein können, während die Spreads für die Raw-Konten bei 0,0 Pips beginnen.
FP Markets wird sowohl von der ASIC als auch von der CySEC reguliert, zwei Regulierungsbehörden mit einem ausgezeichneten Ruf, und der Kundenservice des Brokers ist 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche verfügbar. Dies macht FP Markets zu einem seriösen Broker, der es seinen Kunden leicht macht, bei Bedarf ein Mitglied des Kundenservice-Teams zu kontaktieren.
CFDs sind komplexe Instrumente und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 73,33 % der Konten von Privatanlegern verlieren beim Handel mit CFDs bei diesem Anbieter Geld. Du solltest überlegen, ob du die Funktionsweise von CFDs verstehst und ob du dir das hohe Risiko eines möglichen Verlusts leisten kannst. BlackBull Markets bietet Zugang zu über 26.000 Instrumenten, darunter 70 Währungspaare. Institutionelle Trader erhalten Spreads ab 0,0 Pips. Im ECN-Standard-Konto können Trader Forex mit Spreads ab 0,8 Pips ohne Kommission handeln.
Im ECN-Prime-Konto beginnen die Spreads bei 0,1 Pips, bei einer Kommission von 3 USD pro Orderseite. Die durchschnittliche Orderausführung liegt bei rund 0,01 Sekunden. Die Preisstellung erfolgt direkt über Liquiditätsanbieter wie Citibank, Goldman Sachs und Barclays. Ein internes Dealing Desk wird nicht eingesetzt, da das ECN-Modell genutzt wird.
Der Handel mit Hebelprodukten ist mit einem hohen Risiko verbunden und eignet sich nicht für alle Anleger. Ein hoher Hebel kann sowohl zu deinen Gunsten als auch zu deinem Nachteil wirken. Bevor du dich für den Handel mit Devisen entscheidest, solltest du deine Anlageziele, deine Erfahrung sowie deine Risikobereitschaft sorgfältig prüfen. Es besteht die Möglichkeit, dass du einen Teil oder dein gesamtes eingesetztes Kapital verlierst. Investiere daher nur Geld, dessen Verlust du dir leisten kannst. Informiere dich umfassend über die Risiken des Devisenhandels und ziehe bei Bedarf einen unabhängigen Finanzberater hinzu, wenn du Fragen hast oder unsicher bist, wie sich ein möglicher Verlust auf deine finanzielle Situation auswirken könnte.- 4. Pepperstone
Die Dienstleistungen von Pepperstone sind in mehr als 160 Ländern verfügbar, was den Broker zu einem der am weitesten verbreiteten Anbieter in unserer Übersicht macht. Dank Lizenzen der ASIC, der CySEC, der FCA sowie weiterer vertrauenswürdiger Aufsichtsbehörden können Trader davon ausgehen, dass Pepperstone hohe Standards in puncto Sicherheit und Qualität seiner Dienstleistungen erfüllt.
Pepperstone bewirbt Spreads ab 1,00 Pip für Nutzer mit Standardkonto, wobei keine Kommissionen zu den gesamten Trading-Kosten hinzukommen. Inhaber eines Razor-Kontos profitieren von Spreads ab 0,0 Pips zuzüglich einer Kommission von 3,50 USD pro Lot und Seite. Beide Kontomodelle bieten Zugang zu mehr als 1.475 Instrumenten aus Märkten wie Forex, Aktien, Rohstoffen und Indizes. Auch für Anfänger bietet der Broker ein umfangreiches Angebot: Auf der Website von Pepperstone stehen zahlreiche Trading-Anleitungen zur Verfügung, zudem können Nutzer an Webinaren teilnehmen.
CFDs sind komplexe Instrumente und gehen aufgrund des Hebels mit einem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 75,5 % der Konten von Privatanlegern verlieren beim Handel mit CFDs bei diesem Anbieter Geld. Du solltest prüfen, ob du verstehst, wie CFDs funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko eines Geldverlusts einzugehen. - 5. Global Prime
Die Finanzaufsichtsbehörden Australiens und Vanuatus haben Global Prime als Broker eingestuft, der sämtliche regulatorischen Anforderungen erfüllt, was durch die entsprechenden Lizenzen belegt ist. Auch unter Tradern genießt Global Prime einen sehr guten Ruf: Der Broker erreicht aktuell eine Bewertung von 4,5 bei Google Reviews sowie einen Trustpilot-Score von 4,7.
Der minimale Spread des Standardkontos von Global Prime liegt bei 0,9 Pips, wobei keine zusätzliche Kommission anfällt. Wer stattdessen von niedrigeren Spreads ab 0,0 Pips profitieren möchte, zahlt beim Raw-Konto eine Kommission von 3,5 USD pro Lot und Seite. Beide Kontomodelle ermöglichen Trades ab einer Mindestgröße von 0,01 Lot und erlauben maximale Positionsgrößen von bis zu 1.000 Lots. Scalping, Hedging sowie der Einsatz von Expert Advisors sind erlaubt. Als Kontowährungen stehen USD, AUD, GBP, EUR, CAD, SGD und JPY zur Verfügung.
Global Prime ist ein Handelsname der FMGP Trading Group Pty Ltd (ABN 74 146 086 017) und wird von der ASIC reguliert sowie unter der Australian Financial Services Licence Nr. 385620 zur Erbringung von Finanzdienstleistungen in Australien zugelassen. Gleneagle Securities Pty Limited, tätig unter dem Namen Global Prime FX, ist ein in Vanuatu registriertes Unternehmen (Company Number 40256) und wird von der VFSC reguliert. Die Website gehört der FMGP Trading Group Pty Ltd, ABN 74 146 086 017, und wird von dieser betrieben. - 6. eToro
eToro wurde 2007 gegründet und ermöglicht privaten Tradern den kostengünstigen Zugang zu globalen Finanzmärkten sowie das Kopieren der Trades erfahrener Trader. Aktuell bietet der Broker mehr als 62 Währungspaare an, darunter unter anderem EUR/USD, AUD/CHF und GBP/JPY. Die Spreads gelten als fair und liegen bei EUR/USD und USD/JPY im Durchschnitt bei etwa 1 Pip.
Der Broker stellt eine eigene, proprietäre Trading-Plattform bereit, während MT4 und MT5 nicht unterstützt werden. Dennoch wird eToro häufig für seine innovative Social-Trading-Plattform gelobt, die sich sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Trader eignet. Der Trading-Service von eToro ist in zahlreichen Ländern weltweit verfügbar, weshalb Nutzer unter anderem zwischen Englisch, Französisch, Polnisch und Vietnamesisch als Sprache wählen können.
CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen des Hebels mit einem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 50 % der Konten von Privatanlegern verlieren beim Handel mit CFDs bei diesem Anbieter Geld. Du solltest dir überlegen, ob du verstehst, wie CFDs funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. - 7. IG
IG mit Hauptsitz im Vereinigten Königreich zählt zu den weltweit führenden Anbietern im Online-Trading und ermöglicht seinen Nutzern den Zugang zum Forex-Markt, zu Aktien, Indizes, Kryptowährungen sowie zu zahlreichen weiteren Finanzinstrumenten. IG ist besonders für seine niedrigen Spreads bekannt. Es steht eine große Auswahl an Währungspaaren zur Verfügung, deren Spreads als äußerst wettbewerbsfähig gelten. So weist das Währungspaar EUR/USD beispielsweise einen durchschnittlichen Spread von 0,6 Pips auf. Auch bei anderen Anlageklassen sind die Spreads konkurrenzfähig, wobei große Indizes ab 0,8 Punkten und Rohstoffe ab 0,1 Punkten starten.
Für Anfänger bietet IG ein umfangreiches Bildungsangebot mit hochwertigen Trading-Anleitungen, Online-Kursen und Webinaren. Sollten bei der Nutzung des Kontos Fragen oder Probleme auftreten, steht der Kundensupport von IG per Live-Chat, E-Mail oder Telefon zur Verfügung.
CFDs sind komplexe Instrumente. 67 % der Konten von Privatanlegern verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Aufgrund des Hebels kann dein Geld schnell verloren gehen. Stelle sicher, dass du verstehst, wie dieses Produkt funktioniert und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko eines Geldverlustes einzugehen. - 8. Tickmill
Tickmill startete 2005 mit seinem Online-Angebot und ist seither die erste Wahl für rund 490.000 Trader weltweit. Die Unternehmen der Tickmill Group verfügen über Lizenzen mehrerer Finanzaufsichtsbehörden, darunter die FSA, FCA, DFSA, CySEC und FSCA. Laut Angaben auf der Website des Brokers ist Tickmill in mehr als 180 Ländern aktiv und erreicht ein durchschnittliches monatliches Handelsvolumen von über 140 B. Die durchschnittliche Ausführungszeit liegt bei 0,15 Sekunden.
Der Broker bietet zwei zentrale Kontomodelle an. Das Classic-Konto verfügt über Mindestspreads ab 1,6 Pips ohne Kommissionen. Das Raw-Konto hingegen bietet Spreads ab 0,0 Pips zuzüglich einer Kommission von 3 USD pro Lot und Seite. Die Mindesteinzahlung beträgt bei beiden Kontotypen 100 USD. Als Kontowährungen stehen USD, EUR, GBP, PLN und CHF zur Verfügung. Der maximale Hebel für private Trader ist auf 1:30 begrenzt, während professionelle Trader ihre Positionen mit einem Hebel von bis zu 1:500 vergrößern können. Tickmill unterstützt sowohl MT4 als auch MT5. Für Einzahlungen können Nutzer zwischen Banküberweisung, Visa, Mastercard und digitalen Wallets wählen.
CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, aufgrund von Leverage Geld schnell zu verlieren. 70 % der Konten von Kleinanlegern verlieren Geld beim Handel mit CFDs bei Tickmill Europe Ltd. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. - 9. Vantage
Vantage unterstützt die Plattformen MT4, MT5, TradingView und cTrader und bietet Tradern damit eine große Auswahl an Trading-Software. Unabhängig von der gewählten Plattform ist der Handel sowohl am Computer als auch auf mobilen Endgeräten möglich. Für Anfänger stellt Vantage zudem ein Demokonto zur Verfügung, ergänzt durch umfangreiche Bildungsinhalte.
Entscheidest du dich für Vantage als Broker, beginnen die Spreads beim Standardkonto ab 1,1 Pips, wobei keine Kommission anfällt. Beim Raw-Konto hingegen handelst du mit Spreads ab 0,0 Pips zuzüglich einer Kommission ab 3 USD pro Seite bei Standard-Lot-Trades.
- 10. ActivTrades
ActivTrades überzeugt mit kostengünstigem Trading für Hunderte von Finanzmärkten und bietet Mindestspreads ab 0,5 Pips für Major-Forex-Paare. Der Broker stellt Spread-only-Konten für private Trader aus mehr als 170 Ländern bereit und ermöglicht den Einstieg in den Handel ohne feste Vorgaben zur Einzahlungshöhe. Neben Forex erhalten Nutzer Zugang zu zahlreichen weiteren Anlageklassen, darunter über 1.000 globale Aktien, Rohstoffe, Indizes, börsengehandelte Fonds und Anleihen.
Kunden der Offshore- und EU-Gesellschaften können zusätzlich zu wettbewerbsfähigen Konditionen Kryptowährungen handeln. Zu den verfügbaren Coins zählen unter anderem Bitcoin, Ethereum und Cardano. Trotz insgesamt niedriger Trading-Kosten fallen einige Nicht-Handelsgebühren an, die berücksichtigt werden sollten. Für Währungsumrechnungen werden 0,5 % berechnet, Auszahlungen per Banküberweisung im Vereinigten Königreich sind mit einer Gebühr von 9 GBP verbunden. Zudem fällt nach einem Jahr Inaktivität eine monatliche Gebühr von 10 USD an.
CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, aufgrund von Hebelwirkung schnell Geld zu verlieren. 72 % der Konten von Kleinanlegern verlieren Geld, wenn sie mit diesem Anbieter CFDs handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Beste Forex-Broker mit niedrigen Spreads – Ranking nach Trustpilot-Bewertung
| Forex-Broker | Trustpilot-Bewertungen | |
|---|---|---|
| 1. FP Markets | 9.422 | 4,9 ⭐ |
| 2. IC Markets | 48.248 | 4,8 ⭐ |
| 3. Fusion Markets | 4.873 | 4,8 ⭐ |
| 4. Global Prime | 341 | 4,7 ⭐ |
| 5. AvaTrade | 11.076 | 4,7 ⭐ |
| 6. Vantage | 10.604 | 4,5 ⭐ |
| 7. Pepperstone | 3.144 | 4,4 ⭐ |
| 8. eToro | 29.171 | 4,2 ⭐ |
| 9. Tickmill | 1.077 | 4,1 ⭐ |
| 10. IG | 8.324 | 3,9 ⭐ |
| Low-Spread-Broker | Mindesteinzahlung |
|---|---|
| IC Markets | 200 USD |
| FP Markets | 50 USD |
| Fusion Markets | 0 USD |
| AvaTrade | 100 USD |
| Global Prime | 0 USD |
| Pepperstone | 0 USD |
| eToro | 100 USD (50 USD in einigen Ländern) |
| IG | 50 USD bei Kartenzahlung (0 USD bei Banküberweisung) |
| Vantage FX | 50 USD |
| Tickmill | 100 USD |
Was ist der Spread im Forex-Trading?
Im Forex-Trading verfügt jedes Währungspaar über einen Kaufpreis (Ask) und einen Verkaufspreis (Bid). In der Regel stimmen diese beiden Preise nicht überein. Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis wird als Spread bezeichnet. Er wird in Pips (Percentage in Point) gemessen, der kleinsten Einheit einer Kursbewegung.
Liegt der Bid-Preis beim Währungspaar EUR/USD beispielsweise bei 1,1050 und der Ask-Preis bei 1,1052, beträgt der Spread 2 Pips. Dieser Wert entspricht den Kosten, die beim Öffnen einer Position anfallen – je enger der Spread, desto geringer die Trading-Kosten.
Spreads können fest oder variabel (floating) sein, abhängig vom Preismodell des Brokers. Auch die Marktsituation spielt eine entscheidende Rolle: Bei geringer Liquidität, hoher Volatilität oder wichtigen Wirtschaftsnachrichten weiten sich Spreads häufig aus.
Der Spread wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, wobei auch Forex-Broker selbst bestimmen können, ob die Spreads eines Währungspaars enger oder weiter ausfallen. Market Maker schlagen den Spread oft leicht auf, um Gewinne zu erzielen. ECN- (Electronic Communication Network) und STP-Broker (Straight Through Processing) hingegen bieten meist Rohspreads direkt von Liquiditätsanbietern, die oft bei 0,0 Pips beginnen, erheben dafür jedoch eine separate Kommission.
Da Spreads direkten Einfluss auf die Profitabilität haben, achten insbesondere Scalper und Trader mit hoher Handelsfrequenz auf Broker mit niedrigen Spreads, um Transaktionskosten zu minimieren und das Renditepotenzial zu verbessern. Ein Broker mit dauerhaft engen Spreads bei Major-Paaren kann langfristig einen spürbaren Unterschied machen.
Was gilt als niedriger bzw. hoher Spread?
Wie erläutert beschreibt der Spread die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis eines Währungspaars. Fällt diese Differenz groß aus, steigen automatisch die Handelskosten – ein Hinweis auf einen hohen bzw. weiten Spread.
Die höchsten Spreads finden sich typischerweise bei sogenannten exotischen Währungspaaren. Diese kombinieren Major-Währungen mit Währungen aus Schwellenländern. Ein Beispiel ist EUR/TRY, bei dem Spreads von über 100 Pips möglich sind.
Im Gegensatz dazu weisen Major-Paare wie EUR/USD, GBP/USD oder USD/JPY meist sehr enge Spreads auf. Hohe Handelsvolumina und tiefe Liquidität ermöglichen Spreads von etwa 1 Pip oder sogar darunter, insbesondere zu liquiditätsstarken Handelszeiten. Das macht diese Paare besonders attraktiv für Scalper und Daytrader mit vielen kurzfristigen Trades.
Zwar lassen sich die Gesamtkosten eines Trades mit Trading-Rechnern ermitteln, in der Praxis reicht jedoch oft ein direkter Vergleich der Broker-Spreads mit dem Marktdurchschnitt der gewünschten Instrumente. Unsere Übersicht der besten Low-Spread-Broker enthält einen Vergleich der Spreads auf Major-Währungspaare mit dem Branchendurchschnitt und erleichtert so die Einschätzung der tatsächlichen Handelskosten.
Weite Spreads wie bei EUR/TRY deuten meist auf hohe Volatilität bei geringer Liquidität hin. Enge Spreads sprechen hingegen in der Regel für hohe Liquidität und vergleichsweise geringe Volatilität.
Wie lässt sich der Spread berechnen?
Die Berechnung des Spreads ist einfach: Man zieht den Verkaufspreis vom Kaufpreis ab. Beispielhaft betrachten wir das Währungspaar EUR/USD mit einem Verkaufspreis von 1,07977 und einem Kaufpreis von 1,07983:
1,07983 − 1,07977 = 0,00006
Das Ergebnis entspricht dem Spread. Die Pip-Anzahl ergibt sich aus der vierten Nachkommastelle. In diesem Beispiel beträgt der Spread 0,6 Pips. Bei einigen Währungspaaren – insbesondere solchen mit dem japanischen Yen – ist hingegen die zweite Nachkommastelle relevant.
In der Praxis zeigt der Broker den aktuellen Spread jederzeit an, sodass eine eigene Berechnung nicht bei jedem Trade notwendig ist.
Wie können Trader von niedrigeren Spreads profitieren?
Es gibt mehrere Möglichkeiten, um mit geringeren Spreads zu handeln.
- Die einfachste Variante ist die Auswahl eines Brokers mit generell engen Standard-Spreads im Vergleich zum Wettbewerb.
- Alternativ können Trader ein Zero-Spread-Konto wählen. Bei diesem Kontotyp sind Bid- und Ask-Preis identisch oder nahezu gleich, sodass die Spreads bei 0,0 Pips starten und meist unter 1,0 Pip liegen. Solche Konten sind jedoch nicht kostenlos, da in der Regel Kommissionen pro Trade anfallen.
- Eine weitere Option sind Raw-Spread-Konten ohne Spread-Aufschläge. Die Kommissionen sind hier häufig niedriger als bei Zero-Spread-Konten, während die Spreads ebenfalls meist unter 1,0 Pip liegen.
- Erfahrene Trader können zudem ein professionelles Konto eröffnen. Dieses setzt bestimmte Voraussetzungen wie hohe Handelsaktivität, ein umfangreiches Portfolio oder Berufserfahrung im gehebelten Handel voraus. Neben niedrigen Spreads bieten solche Konten oft auch deutlich höheren Hebel. In Rechtsräumen wie dem Vereinigten Königreich oder Australien sind private Trader auf einen Hebel von maximal 1:30 beschränkt, während professionelle Trader häufig bis zu 1:500 nutzen können. Zu beachten ist jedoch, dass professionelle Konten in der Regel keinen Negativsaldoschutz bieten.
Ist Trading mit Zero-Spread-Konten immer die bessere Wahl?
Zero-Spread-Konten können sehr niedrige oder sogar nicht vorhandene Spreads ermöglichen, bringen jedoch auch Nachteile mit sich, die vor der Kontoeröffnung berücksichtigt werden sollten.
Standardkonten sind meist kommissionsfrei, da die Handelskosten vollständig im Spread enthalten sind. Das führt allerdings zu höheren Spreads. Zero-Spread-Konten hingegen erheben in der Regel eine Kommission pro Trade-Seite. Zudem liegt die erforderliche Mindesteinzahlung bei solchen Konten oft höher, was sie für Trader mit kleinerem Budget weniger geeignet macht.
Auch wenn Kommissionen zunächst wie zusätzliche Kosten wirken, profitieren Trader bei fairer Gebührenstruktur häufig dennoch von insgesamt geringeren Handelskosten, wenn sie ein Konto mit engen Spreads und transparenter Kommission wählen – insbesondere im Vergleich zu einem Standardkonto.
Trotz der Vorteile ist zu beachten, dass einige Broker reduzierte Spreads ausschließlich für Forex-Paare und eine begrenzte Auswahl an CFD-Instrumenten anbieten. Sollten Rohstoffe, Kryptowährungen und andere Märkte über alle Kontomodelle hinweg identische Spreads aufweisen, kann ein kommissionsfreies Konto insgesamt kosteneffizienter sein.










