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USDT (Tether) Trading Plattformen

Geschrieben von Zornitsa Stefanova Zornitsa Stefanova
Zornitsa Stefanova - Author at BestBrokers.comZornitsa Stefanova ist Financial Research and Platform Testing Analyst bei BestBrokers.com und spezialisiert auf praxisnahe Bewertungen von Forex-, Krypto- und Aktienhandelsplattformen. Sie bewertet Brokerunternehmen aus nutzerorientierter Perspektive und testet zentrale Bereiche wie Kontoeröffnung, Handelsbedingungen, Plattform-Benutzerfreundlichkeit, verfügbare Märkte und allgemeine Zuverlässigkeit.
, | Fachredakteur Eugene Lee, CFA Eugene Lee, CFA
Eugene Lee, CFA - Author at BestBrokers.comEugene Lee ist CFA und Head of Research bei BestBrokers.com. Dort bringt er mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in globalen Märkten, Portfoliomanagement, Derivaten und Fintech-Analyse in die Bewertung von Online-Brokern ein. Sein Hintergrund im institutionellen Investment und in der quantitativen Analyse trägt dazu bei, dass Brokerbewertungen auf Daten, Risikobewertung und realistischen Handelsbedingungen basieren.
, | Übersetzt von Marcus Jungnickel Marcus Jungnickel
Marcus Jungnickel - Author at BestBrokers.comMarcus Jungnickel ist als Übersetzer und Redakteur auf die Fachgebiete Finanzen und Wirtschaft spezialisiert. Er betreut die deutsche Version von BestBrokers.com.
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Seit seiner Einführung im Jahr 2014 zählt Tether (USDT) zu den wichtigsten Kryptowährungen im Krypto-Trading. Als einer der ersten großen Stablecoins mit Kopplung an den US-Dollar brachte Tether mehr Stabilität in einen Markt, der zuvor vor allem von starken Kursschwankungen geprägt war.

Auch wenn inzwischen weitere Stablecoins auf den Markt gekommen sind, bleibt USDT mit einer Marktkapitalisierung von über 183,41 Milliarden USD der größte Stablecoin weltweit. Im Folgenden erfährst du mehr über die Rolle von USDT im Kryptomarkt und worauf du beim Handel aus Deutschland achten solltest. Wichtig ist dabei: USDT ist zwar an den US-Dollar gekoppelt, Einzahlungen, Auszahlungen und Steuerdokumentation erfolgen für deutsche Nutzer aber meist in EUR. Dadurch kann der Gegenwert in EUR schwanken, auch wenn USDT selbst nahe bei 1 USD notiert. Außerdem fallen Stablecoins in der EU unter die MiCA-Verordnung, wodurch einzelne Plattformen ihr USDT-Angebot für Kunden in Deutschland ändern oder einschränken können.

Top 5 USDT-Trading-Plattformen im Vergleich

BörseHandelbare MünzenMaker/Taker-GebührenZinssätzeWallet-DienstStakingMaximaler HebelAuftragsgrößeZahlungsmethodenAufsichtsbehördeTrustpilot-Bewertung
1. PrimeXBT60+0,02 % / 0,01 %N/VJaNein1:200VariiertKreditkarten, Debitkarten, Krypto, VOLET, Promptpay, Perfect MoneyDer Finanzkriminalitätsuntersuchungsdienst (FCIS), Litauen4,4 ⭐
2. Bybit1.300+Krypto/Krypto-Spot-Handel - 0,1 % / 0,1 %; Krypto/Fiat - 0,2 %/0,15 %Täglich - 0,01552946 %; Jährlich - 5,67 %Ja (Eigenverwahrung)Ja1:200VariiertDebit-/Kreditkarten, SWIFT-Überweisung, Banküberweisung, PIX, SEPA, Zen.com, iDEAL, BLIKVARA (Dubai), CySEC (Zypern), AFSA (Kasachstan)1,5 ⭐
3. Binance500+Reguläre Benutzer - 0,1 % / 0,1 %Stündlich - 0,00115442 %; Jährlich - 10,11 %Ja (Selbstverwahrung)Nein1:125USDT/USD - 1 $Kredit-/Debitkarte, Banküberweisung, iDEAL, Digitale Geldbörsen, KryptoAMF (Frankreich), OAM (Italien), FIU (Litauen), BoS (Spanien), FSA (Schweden), AIFC (Kasachstan), FSRA (Abu Dhabi), CBB (Bahrain), VARA (Dubai), AUSTRAC (Australien), JFSA (Japan), BAPPEBTI (Indonesien), FMA (Neuseeland), SEC (Thailand), SFCA (Südafrika), SAT (Mexiko), CNAD (El Salvador)1,4 ⭐
4. Kraken260+Kraken Pro, - 0,25 % - 0,40 %Eröffnungsgebühr - 0,02 %, Übernachtgebühr - 0,02 % pro 4 StundenJa (Selbstverwahrung)Ja1:5010 USDTVisa, Mastercard, PayPal, Überweisung, Etana Custody, Apple Pay, Google Pay, KryptoFinCEN (US), FINTRAC (Kanada), FCA (UK), FSRA (Abu Dhabi), AUSTRAC (Australien), CBI (Irland), DNB (Niederlande), BoS (Spanien), OAM (Italien), CBB (Bahrain), VARA (Dubai), AUSTRAC (Australien), BAPPEBTI (Indonesien), SEC (Thailand), SAT (Mexiko), CNAD (El Salvador), Registriert FSP in Südafrika1,4 ⭐
5. KuCoin900+0,005 % - 0,1 %5 % ServicegebührJa (Verwahrend)Nein1:100VariiertKredit-/Debitkarte, SEPA-Überweisung, Banküberweisung, ApplePay, GPay, Revolut, PaySera, Skrill, Advcash, Interac und mehrSFSA (Seychellen), FIU (Indien)k.A. ⭐

Die besten Plattformen für den Kauf und Handel von USDT

  1. Binance

    Binance wurde im Jahr 2017 gegründet und zählt mit einem durchschnittlichen täglichen Handelsvolumen von über 72,9 Milliarden USD zu den größten Krypto-Börsen weltweit. Im Jahr 2025 ist Binance gemessen am Handelsvolumen die größte Krypto-Börse am Markt. Für Nutzer in Deutschland ist allerdings nicht allein die globale Marktstellung entscheidend, sondern der jeweils aktuelle Regulierungs- und Angebotsstatus in der EU. Außerhalb der EU verweist Binance unter anderem auf Registrierungen beziehungsweise Lizenzen bei der JFSA (Financial Services Agency of Japan), der CNAD (Comisión Nacional De Activos Digitales) sowie der VARA (Dubai Virtual Asset Regulatory Authority). Solche Angaben belegen nicht automatisch eine BaFin- oder EU-Erlaubnis für jedes einzelne Angebot.

    Bei Binance kannst du auf mehr als 500 Kryptowährungen zugreifen, darunter bekannte Coins wie Tether, Bitcoin, Ripple, Ethereum, Solana und Litecoin. Die Gebührenstruktur fällt vergleichsweise niedrig aus. Die Maker-Gebühren für Spot- und Margin-Trades richten sich nach dem Handelsvolumen und liegen in der Regel zwischen 0,1000 % und 0,0110 %, während die Taker-Gebühren bei 0,1000 % beginnen und für Nutzer mit dem höchsten VIP-Status auf bis zu 0,0230 % sinken.

    Für das Trading unterwegs bietet Binance außerdem eine mobile App für iOS und Android an.

  2. KuCoin

    KuCoin wurde im Jahr 2017 gegründet und hat seinen Sitz auf den Seychellen, also außerhalb der EU. Die Krypto-Börse wird von mehr als 40 Millionen Nutzern aus über 200 Ländern und Regionen genutzt. Im Jahr 2025 zählt KuCoin mit einem täglichen Handelsvolumen von rund 5,9 Milliarden USD zu den größten Krypto-Börsen weltweit.

    Der Kauf von USDT ist bei KuCoin unkompliziert möglich. Du kannst dein Konto in mehr als 60 Fiatwährungen per Kredit- oder Debitkarte aufladen, sofern die jeweilige Zahlungsmethode in deinem Land verfügbar ist. Für Nutzer in Deutschland sind vor allem EUR-Einzahlungen, SEPA-Verfügbarkeit, Kartenentgelte und mögliche Währungsumrechnungsgebühren relevant. Neben dem Spot-Trading stehen je nach Wohnsitz auch Futures- und Margin-Trading für zahlreiche Kryptowährungen zur Verfügung.

    KuCoin bietet verschiedene Sicherheitsfunktionen zum Schutz der Nutzerkonten. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung lässt sich per E-Mail, Telefon oder Google Authenticator aktivieren. Zusätzlich sorgt die Funktion „Restrict Login IP“ dafür, dass du automatisch ausgeloggt wirst, sobald sich die Login-IP-Adresse ändert. Ergänzend stellt KuCoin mehrere Anti-Phishing-Funktionen bereit. Nach eigenen Angaben ist die Börse bei Aufsichts- beziehungsweise Registrierungsstellen auf den Seychellen, in Indien und auf den Cayman Islands registriert. Für Trader in Deutschland ist das nicht mit einer BaFin- oder EU-Aufsicht gleichzusetzen; prüfe daher vor der Nutzung, welche Dienste tatsächlich verfügbar sind.

  3. Kraken

    Kraken zählt zu den ältesten Krypto-Börsen am Markt. Allein im dritten Quartal 2025 erreichte die Plattform ein Handelsvolumen von 561,9 Milliarden USD. Gegründet wurde Kraken im Jahr 2011. Zum Angebot gehören mehr als 560 Kryptowährungen, darunter Bitcoin, Dogecoin, Ethereum, Cardano und Tether.

    Die Gebührenstruktur von Kraken umfasst Spreads und weitere Handelsgebühren und fällt im Vergleich zu vielen anderen Krypto-Börsen vergleichsweise günstig aus. Für Nutzer in Deutschland sind zusätzlich EUR-Einzahlungen und -Auszahlungen, mögliche SEPA-Gebühren sowie die jeweils zuständige europäische Rechtseinheit relevant. Beim Margin-Trading von Tether über Kraken Pro beträgt die Eröffnungsgebühr beispielsweise 0,02 %, während die Rollover-Gebühr alle vier Stunden ebenfalls 0,02 % beträgt. Der maximale Hebel für Handelspaare mit Tether liegt bei 1:2. Die tatsächliche Verfügbarkeit von Margin-Trading kann je nach Wohnsitz und regulatorischen Vorgaben variieren.

  4. Bybit

    Bybit erreichte im November 2025 ein tägliches Handelsvolumen von 35,6 Milliarden USD. Die Krypto-Börse unterstützt Spot-Trading und den Handel mit Derivaten für mehr als 2.350 Kryptowährungen und Token. Je nach Region und Produkt kann beim Spot-Trading ein Hebel von bis zu 1:10 verfügbar sein. Für Kunden in Deutschland können einzelne Derivate- oder Hebelangebote je nach regulatorischer Einordnung eingeschränkt sein. Zusätzlich bietet Bybit einen Trading-Bot sowie einen Bereich für Copy-Trading. Dabei solltest du jedoch beachten, dass Copy-Trading mit eigenen Risiken verbunden ist. Die bisherige Performance kopierter Trader ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse, und Verluste auf deinem Konto trägst du selbst.

    Der Kundenservice von Bybit ist rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche erreichbar. Fragen lassen sich entweder über den Chatbot der Plattform klären oder direkt per E-Mail beziehungsweise Live-Chat an den Support richten. Zusätzlich steht der Hilfebereich der Börse zur Verfügung, der nach Kategorien aufgebaut ist und eine Suchfunktion bietet.

  5. PrimeXBT

    PrimeXBT wurde im Jahr 2018 gegründet und bietet Zugang zu mehr als 130 Kryptowährungen. Kryptowährungen lassen sich je nach Zahlungsdienstleister per Bankkarte mit ausgewählten Fiatwährungen kaufen; für Nutzer in Deutschland sind vor allem EUR-Verfügbarkeit und mögliche Währungsumrechnungsgebühren relevant. Zum Angebot der Plattform gehören Krypto-Futures, Spot-Trading sowie CFDs. Gerade bei CFDs solltest du die Produktbedingungen und die für deinen Wohnsitz geltenden Einschränkungen genau prüfen. Bei Anbietern außerhalb der EU gelten nicht automatisch dieselben Schutzmechanismen wie bei EU-regulierten CFD-Brokern.

    Auf Trustpilot erreicht PrimeXBT eine Bewertung von 4,4 Sternen. Solche Nutzerbewertungen können einen Eindruck von Service und Bedienbarkeit geben, ersetzen aber keine Prüfung von Regulierung, Gebühren und Produktrisiken. Positiv hervorgehoben werden vor allem die niedrigen Gebühren, der Kundenservice und die benutzerfreundliche Plattform. Die Plattform unterstützt sowohl das Trading am Desktop als auch per Smartphone. Die mobile App ist im App Store und bei Google Play verfügbar.

USDT im Überblick – Die wichtigsten Fakten

USDT ist ein durch Reserven gedeckter Stablecoin, dessen Wert eine 1:1-Kopplung an den US-Dollar abbilden soll. Die Kryptowährung ist auch unter dem Namen Tether bekannt. Mit der Einführung durch Tether Limited Inc. im Jahr 2014 wurde USDT zu einem der ersten großen Stablecoins am Markt und ist bis heute die meistgenutzte Kryptowährung dieser Art. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt die Marktkapitalisierung von Tether bei über 183 Milliarden USD. Damit belegt USDT hinter Bitcoin und Ethereum den dritten Platz unter den größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung.

Viele Kryptowährungen gelten aufgrund ihrer dezentralen Struktur als stark volatil, da ihr Wert nicht zentral von einer Notenbank gesteuert wird. Als Stablecoin unterliegt Tether jedoch nicht den starken Kursschwankungen, die für viele andere Kryptowährungen typisch sind. Genau diese vergleichsweise hohe Stabilität unterscheidet USDT von Coins wie Bitcoin oder Dogecoin.

Die Bindung eines Stablecoins an eine Fiatwährung ist nicht garantiert, und es kann zu einem sogenannten Depegging kommen. Davon waren bereits mehrere Stablecoins betroffen, darunter auch Tether. Am 15. Juni 2023 fiel der Kurs kurzfristig von den üblichen 0,999 USD auf 0,995 USD. Zwar hielt der Rückgang weniger als einen Tag an, dennoch sorgte er bei vielen Tradern für Unsicherheit.

USDT gilt gegenüber vielen Kryptowährungen als deutlich weniger schwankungsanfällig, weil der Stablecoin durch Reserven in Fiatwährungen und geldnahen Anlagen besichert werden soll. Die Bindung an den US-Dollar wird durch Barreserven und weitere USD-nahe Reserven aufrechterhalten. Zudem hat Tether in der Vergangenheit auch umfangreiche Rückzahlungen bedient, was das Vertrauen vieler Marktteilnehmer in den Token gestützt hat.

Für Nutzer in Deutschland ist USDT trotzdem kein Ersatz für ein EUR-Bankguthaben. Kryptowerte sind in der Regel nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt, und der Rücktausch hängt von Plattform, Liquidität und den Bedingungen des Emittenten ab. Hinzu kommt ein Wechselkursrisiko: Bleibt USDT bei 1 USD, kann der Gegenwert in EUR dennoch schwanken, wenn sich der EUR/USD-Kurs verändert. Beispiel: 1.000 USDT entsprechen bei einem EUR/USD-Kurs von 1,05 rund 952 €, bei 1,10 aber nur rund 909 €.

Auch wenn hier vor allem US-Dollar-gebundene Token im Fokus stehen, bietet Tether Limited zusätzlich Token an, die an den Euro (EURt) sowie weitere Fiatwährungen gekoppelt sind. Darüber hinaus wird USDT häufig als Basiswährung für Handelspaare verwendet. In der EU können die Stablecoin-Regeln der MiCA-Verordnung außerdem beeinflussen, ob und in welchem Umfang Handelsplätze USDT für Kunden in Deutschland anbieten.

Krypto-Broker vs. Krypto-Börsen

Der Handel mit Kryptowährungen über einen klassischen Broker ist vielen Forex-Tradern bereits vertraut. Der Broker fungiert dabei als Vermittler zwischen dir und dem Markt und bietet den Handel meist über Derivate wie Contracts for Difference (CFDs), also Differenzkontrakte, an. Für Privatkunden in Deutschland und der EU gelten bei CFDs Schutzvorgaben wie Hebelbegrenzungen und Negativsaldoschutz; sie ändern jedoch nichts daran, dass CFDs risikoreiche Hebelprodukte sind.

Bei den meisten Brokern gehört Tether jedoch nicht zu den verfügbaren Krypto-CFDs, da es sich bei USDT um einen Stablecoin handelt. Genau darin liegt einer der wichtigsten Unterschiede zwischen klassischen Brokern und Krypto-Börsen für Trader, die mit USDT handeln möchten.

Der Handel mit USDT ist in der Regel nur über Krypto-Börsen möglich. Falls du bisher hauptsächlich Kryptowährungen über Broker gehandelt hast, kann die Umstellung auf eine Krypto-Börse zunächst ungewohnt sein. Bevor du ein Konto bei einer Krypto-Börse eröffnest, solltest du dir die folgenden Punkte genauer ansehen:

  • Lernaufwand: Krypto-Börsen eignen sich in der Regel eher für Trader, die bereits Erfahrung mit Kryptowährungen und dem Trading haben. Für Einsteiger ist die Nutzung einer Börse deshalb oft anspruchsvoller als das Trading über einen klassischen Broker.
  • Regulierung: Krypto-Broker, die sich an Kunden in Deutschland richten, können von der BaFin oder einer anderen europäischen Aufsichtsbehörde wie der CySEC beaufsichtigt werden. Bei Krypto-Börsen und Krypto-Dienstleistern kann der Regulierungsstatus je nach Anbieter, Sitz und Produkt deutlich variieren. In der EU gewinnt die MiCA-Regulierung eine zentrale Rolle. Prüfe immer die konkrete Rechtseinheit und nicht nur den Markennamen, da manche unregulierten Plattformen fälschlicherweise behaupten, über eine Lizenz zu verfügen.
  • Gebührenstruktur: Ein weiterer wichtiger Unterschied betrifft die Handelskosten. Klassische Broker berechnen häufig verschiedene Gebührenarten, darunter auch Übernachtgebühren. Krypto-Börsen sind beim Spot-Trading meist günstiger, da hierbei keine Übernachtgebühren anfallen. Plattformen mit Hebelprodukten wie Futures, Optionen oder Margin-Trading berechnen jedoch ebenfalls Finanzierungskosten für Positionen, die über Nacht gehalten werden. Diese Gebühren werden meist als „Funding Rates“ oder „Rollover“ bezeichnet.

Auch bei der Verwahrung gibt es Unterschiede. Bei einer Krypto-Börse liegen USDT oft zunächst in einer Börsen-Wallet, während du bei einer eigenen Wallet selbst für private Schlüssel und Netzwerkauswahl verantwortlich bist. Überweist du USDT beispielsweise über Tron an eine Adresse, die nur Ethereum-USDT unterstützt, können die Token dauerhaft verloren gehen; eine kleine Testüberweisung kann dieses Risiko reduzieren.

Broker erzielen ihre Einnahmen in der Regel über den Spread, also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs eines Assets. Alternativ kann auch eine feste Gebühr pro Trade berechnet werden. Welches Preismodell verwendet wird, hängt vom jeweiligen Broker ab.

Gehebelte Positionen, die über Nacht gehalten werden, führen in der Regel zu Übernacht-Finanzierungsgebühren, auch als Swaps bezeichnet, die im Wesentlichen Zinskosten darstellen. Einige Broker erheben zudem Gebühren für Ein- oder Auszahlungen auf dein Trading-Konto, während andere nach einer bestimmten Zeit ohne Trading Inaktivitätsgebühren berechnen.

Krypto-Börsen verwenden dagegen meist ein sogenanntes „Maker-Taker“-Gebührenmodell. Taker-Gebühren fallen bei Orders an, die sofort ausgeführt werden und bestehende Liquidität aus dem Orderbuch entnehmen. Maker-Gebühren gelten hingegen für Orders, die zusätzliche Liquidität bereitstellen, indem sie zunächst im Orderbuch verbleiben. Das betrifft vor allem Limit-Orders. Teilweise erhalten Trader hierfür sogar Rabatte. Dieses Gebührenmodell soll Anreize schaffen, Liquidität bereitzustellen und damit die Effizienz des Marktes zu verbessern. Bevor du ein Konto bei einem Broker oder einer Krypto-Börse eröffnest, solltest du dir die jeweilige Gebührenstruktur genau ansehen. Gerade für aktive Trader können sich Gebühren langfristig deutlich auf die Gesamtrendite auswirken.

So prüfst du, ob USDT-Trading-Plattformen reguliert sind

Den Regulierungsstatus einer Krypto-Börse kannst du in der Regel auf zwei Wegen überprüfen. Der erste Schritt führt direkt zur Plattform selbst. Viele regulierte Börsen listen ihre Lizenzen und Lizenznummern im Footer oder Impressum der Website auf. Teilweise findest du diese Informationen auch auf einer separaten Regulierungsseite, im Bereich „Über uns“ oder unter den häufig gestellten Fragen und Antworten.

In der Vergangenheit kam es bereits vor, dass Krypto-Börsen – und teilweise auch Broker – irreführende Angaben zu ihrem Regulierungsstatus gemacht haben. Manche Plattformen werben mit Lizenzen, die nie bestanden haben, während andere weiterhin abgelaufene oder nicht verlängerte Lizenzen aufführen.

Wenn eine Börse angibt, reguliert zu sein, solltest du die Angaben zusätzlich direkt bei der zuständigen Aufsichtsbehörde prüfen. Viele Behörden stellen öffentliche Register zur Verfügung, die frei zugänglich sind. Für Deutschland sind insbesondere die BaFin-Unternehmensdatenbank, Register zuständiger EU-Aufsichtsbehörden und MiCA-relevante Angaben hilfreich. Dort kannst du anhand der Lizenznummer oder des Firmennamens kontrollieren, ob die Plattform tatsächlich reguliert ist und welchen aktuellen Status die Lizenz oder Registrierung hat. Prüfe dabei immer den exakten Firmennamen, die Domain und die Rechtseinheit. Stimmen Name, Sitz oder Website nicht mit dem Registereintrag überein, ist Vorsicht geboten. Zusätzlich lohnt sich ein Blick in Warnlisten der BaFin und anderer EU-Behörden, da dort regelmäßig nicht autorisierte Krypto- und Trading-Angebote genannt werden.

USDT online traden – So geht’s

Trader haben verschiedene Möglichkeiten, auf Kryptowährungen zuzugreifen. Bei Contracts for Difference (CFDs) bildet Tether jedoch eine Ausnahme. Während CFDs bei vielen anderen Anlageklassen und Kryptowährungen weit verbreitet sind, bieten klassische Broker USDT in der Regel nicht als CFD an. Der Grund dafür liegt im Status von Tether als Stablecoin. Krypto-Börsen bieten stattdessen andere Handelsmöglichkeiten für USDT an. Dazu gehören vor allem Spot-Trading, Futures und Margin-Trading. Je nach Plattform und Wohnsitz können einzelne Produkte eingeschränkt oder nicht verfügbar sein.

Unabhängig vom Handelsweg solltest du jede Transaktion sauber dokumentieren. In Deutschland kann bereits der Tausch von Bitcoin in USDT, von USDT in Ethereum oder von USDT in EUR steuerlich relevant sein, auch wenn kein klassischer Verkauf auf ein Bankkonto erfolgt.


Futures

TetherFutures sind eine Möglichkeit, auf Kursbewegungen von Tether beziehungsweise von USDT-Handelspaaren zu setzen, ohne den zugrunde liegenden Vermögenswert direkt zu besitzen. Ein Futures-Kontrakt ist eine Vereinbarung zwischen zwei Parteien, einen Vermögenswert zu einem festgelegten Preis zu einem späteren Zeitpunkt zu handeln – daher stammt auch die Bezeichnung des Produkts.

Trader, die bereits Tether halten, können Futures nutzen, um bestehende Positionen abzusichern. Gleichzeitig solltest du beachten, dass Futures aufgrund ihres spekulativen Charakters und des eingesetzten Hebels mit eigenen Risiken verbunden sind. Für Privatanleger in Deutschland können Krypto-Futures je nach Anbieter und Produkt nicht oder nur eingeschränkt verfügbar sein.

Jeder Futures-Kontrakt besitzt ein Ablaufdatum. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen beide Parteien den Handel zum vereinbarten Preis abschließen. Viele Krypto-Börsen ermöglichen es außerdem, einen bestehenden Kontrakt in einen neuen Futures-Kontrakt mit späterem Ablaufdatum zu übertragen. Erfolgt keine Verlängerung und läuft der Kontrakt aus, wird die Position automatisch abgerechnet. Eine verwandte Variante sind sogenannte Perpetual-Kontrakte. Dabei handelt es sich um Futures-ähnliche Produkte ohne festes Ablaufdatum. Bei Perpetuals fallen häufig regelmäßige Funding-Zahlungen an, die je nach Marktlage positiv oder negativ sein können.


Spot-Trading

Spot TradingSpot-Trading gilt allgemein als der einfachste Einstieg in den Krypto-Handel. Dabei werden Kryptowährungen direkt zum aktuellen Marktpreis gekauft oder verkauft. Die hohe Volatilität des Kryptomarktes sorgt häufig für starke Kursschwankungen, die kurzfristige Trader gezielt nutzen möchten. Gleichzeitig erhöhen diese Bewegungen jedoch auch das Risiko schneller Verluste.

Beim Spot-Trading bestehen Handelspaare entweder aus zwei Kryptowährungen oder aus einer Kryptowährung und einer Fiatwährung. Im Gegensatz zu CFDs besitzt du die gekauften Kryptowährungen beim Spot-Trading tatsächlich selbst. Ein Hebel ist dabei entweder gar nicht verfügbar oder deutlich niedriger als bei derivativen Produkten. Gerade bei USDT bedeutet Spot-Trading häufig, dass du den Stablecoin als Zwischenwährung nutzt, um zwischen volatileren Coins und einem USD-nahen Wert zu wechseln. Für Nutzer in Deutschland bleibt dabei der Gegenwert in EUR entscheidend.


Margin-Trading

Margin TradingDas wichtigste Merkmal beim Margin-Trading ist der Einsatz eines Hebels. Dabei handelst du mit geliehenem Kapital, das dir von der Krypto-Börse oder dem Broker zur Verfügung gestellt wird. Dadurch kannst du größere Positionen kontrollieren, wodurch sowohl mögliche Gewinne als auch Verluste verstärkt werden. Für das Margin-Trading musst du Sicherheiten auf deinem Handelskonto hinterlegen. Diese Sicherheitsleistung wird als Margin bezeichnet. Läuft der Markt gegen dich, kann die Position automatisch liquidiert werden, wenn die hinterlegte Margin nicht mehr ausreicht.


Optionshandel

Options TradingKrypto-Optionen geben dir das Recht, aber nicht die Verpflichtung, eine bestimmte Kryptowährung zu einem festgelegten Preis bis zu einem bestimmten Datum oder genau an diesem Datum zu kaufen oder zu verkaufen. Anders als beim Spot-Trading besitzt du den zugrunde liegenden Coin dabei nicht direkt. Optionen gehören zu den derivativen Produkten und ermöglichen es, auf Kursbewegungen zu spekulieren oder bestehende Positionen abzusichern, ohne die Kryptowährung selbst halten zu müssen.

Optionen bieten zwar einen Hebel, und der maximale Verlust für Käufer ist grundsätzlich auf die gezahlte Prämie begrenzt, sie bringen jedoch auch zusätzliche Risiken mit sich. Dazu gehören unter anderem der Zeitwertverlust sowie eine hohe Abhängigkeit von der Marktvolatilität. Deshalb eignen sich Krypto-Optionen meist eher für erfahrene Trader. Für Kunden in Deutschland kann der Zugang zu Krypto-Optionen je nach Plattform, Produktstruktur und Regulierung eingeschränkt sein.


USDT mit Hebel traden

Die wichtigste Möglichkeit, beim Handel mit Tether einen Hebel zu nutzen, ist das Margin-Trading. Wie bereits erwähnt, hinterlegst du dabei Sicherheiten auf der Plattform, um größere Positionen handeln zu können, als es mit deinem eigenen Kapital möglich wäre. Diese Sicherheitsleistung ist notwendig, um die Position offen zu halten, und bestimmt gleichzeitig das Hebelverhältnis. Eine Margin-Anforderung von 50 % entspricht beispielsweise einem Hebel von 1:2, während 33 % einer Hebelwirkung von 1:3 entsprechen.

Wenn du mit USDT und Hebel handelst, solltest du die damit verbundenen Risiken genau kennen. Ein Hebel kann mögliche Gewinne im Vergleich zum ungehebelten Trading deutlich verstärken, erhöht jedoch gleichzeitig auch das Risiko von Verlusten. Beispiel: Bei einem Hebel von 1:2 wirkt sich eine Kursbewegung von 5 % ungefähr wie eine Veränderung von 10 % auf das eingesetzte Kapital aus, Gebühren und Funding nicht eingerechnet. Für Nutzer in Deutschland ist wichtig: Die Verfügbarkeit von Margin-Trading und der zulässige Hebel hängen vom Anbieter, vom Produkt und vom regulatorischen Status ab. Bei EU-regulierten CFD-Angeboten für Privatkunden gilt grundsätzlich Negativsaldoschutz. Bei Krypto-Börsen außerhalb der EU solltest du dagegen genau prüfen, ob Nachschusspflichten, automatische Liquidationen oder zusätzliche Gebühren entstehen können.

Was beeinflusst den USDT-Kurs?

Der Kurs von Tether wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Einer der wichtigsten Punkte ist dabei das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Steigt die Nachfrage nach USDT, gibt Tether Limited in der Regel zusätzliche Token aus, die durch Reserven gedeckt sein sollen, um die Bindung an den US-Dollar im Verhältnis 1:1 aufrechtzuerhalten. Kurzfristige Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage können dennoch zu kleineren Abweichungen vom festen Kurs führen. Häufig steigt die Nachfrage nach USDT, wenn Anleger Kapital aus volatileren Kryptowährungen in Stablecoins umschichten.

Da USDT an den US-Dollar gekoppelt ist, wirken sich auch die Faktoren auf Tether aus, die den Wert des USD am Devisenmarkt beeinflussen. Besonders wichtig ist hierbei ebenfalls das Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach dem US-Dollar. Verliert der USD gegenüber anderen Währungen an Stärke, folgt USDT dieser Entwicklung aufgrund der festen 1:1-Kopplung in der Regel ebenfalls. Für deutsche Trader zählt zusätzlich der EUR/USD-Wechselkurs: USDT kann in USD stabil bleiben, während der Wert in EUR steigt oder fällt.

Makroökonomische Entwicklungen wie Zinsentscheidungen der US-Notenbank, Inflationsdaten oder Veränderungen im US-Außenhandel können den US-Dollar stärken oder schwächen. Durch die Bindung von USDT an den USD wirkt sich diese Entwicklung meist auch auf Tether aus. Zusätzlich spielen regulatorische Entwicklungen eine wichtige Rolle, insbesondere Vorgaben für Stablecoins und Kryptowerte in den USA, der EU und Deutschland sowie Änderungen bei der Besteuerung. Ein praktisches Beispiel sind Handelsplätze, die Stablecoin-Handelspaare für EU-Kunden wegen MiCA-Anforderungen überprüfen oder zeitweise einschränken; dadurch kann sich die Liquidität für einzelne Paare verschieben.

Die zugrunde liegende Blockchain-Infrastruktur sowie die damit verbundenen Netzwerkgebühren können die wahrgenommene Attraktivität und den Nutzen von USDT ebenfalls indirekt beeinflussen. Hohe Transaktionsgebühren oder Netzwerküberlastungen auf bestimmten Blockchains, auf denen USDT ausgegeben wird, können seine Attraktivität für Transfers verringern und dadurch die Nachfrage im Vergleich zu anderen Stablecoins oder Fiatwährungen beeinflussen.

Auch die allgemeine Marktstimmung sowie wichtige wirtschaftliche oder geopolitische Ereignisse können Einfluss auf Tether haben. Obwohl USDT auf Stabilität ausgelegt ist, können starke Unsicherheiten am Kryptomarkt oder größere wirtschaftliche Schocks zu erhöhten Rückzahlungen oder einer verstärkten Umschichtung in vermeintlich sicherere Anlagen führen. Dadurch kann die Stabilität der Bindung an den US-Dollar zeitweise unter Druck geraten.

USDT-Trading – Kosten im Überblick

Bevor du mit Tether über eine Krypto-Börse handelst, solltest du die verschiedenen Gebührenarten genau kennen. Zu den ersten möglichen Kosten gehören Einzahlungsgebühren. Diese werden meist nicht direkt von der Börse erhoben, können jedoch durch den Anbieter deiner Bankkarte oder durch Zahlungsdienstleister anfallen. Für Nutzer in Deutschland sind SEPA-Überweisungen in EUR häufig günstiger als Kartenzahlungen, während bei Kreditkartenkäufen zusätzliche Karten- oder Drittanbietergebühren anfallen können. Wenn dein Konto nicht in EUR geführt wird, können zusätzlich Währungsumrechnungsgebühren entstehen. Für Auszahlungen berechnen viele Krypto-Börsen zusätzlich Auszahlungsgebühren.

Transaktionsgebühren entstehen beim Senden oder Empfangen von Tether und unterscheiden sich je nach verwendeter Blockchain. USDT wird unter anderem über Ethereum, Tron, BNB Smart Chain, Solana, Algorand, Tezos, Cosmos, Polkadot und TON ausgegeben. Im Krypto-Bereich werden diese Kosten je nach Netzwerk häufig als Netzwerk- oder Gasgebühren bezeichnet. Achte immer darauf, dass Einzahlung, Auszahlung und Wallet dasselbe Netzwerk nutzen. USDT auf Ethereum und USDT auf Tron sind für Nutzer zwar derselbe Stablecoin, technisch aber unterschiedliche Token-Standards.

Trading-Gebühren fallen immer dann an, wenn du eine Position eröffnest oder schließt. Dabei wird meist zwischen zwei Arten von Orders unterschieden:

  • Maker-Gebühren: Maker stellen Liquidität bereit, indem sie Limit-Orders platzieren, die zunächst im Orderbuch verbleiben und nicht sofort ausgeführt werden. Da sie zusätzliche Liquidität bereitstellen, sind die Gebühren meist niedriger als bei Taker-Orders.
  • Taker-Gebühren: Taker führen Orders direkt gegen bestehende Einträge im Orderbuch aus und entziehen dem Markt dadurch Liquidität. Aus diesem Grund fallen die Gebühren in der Regel höher aus.

Eine Alternative zum Maker-Taker-Modell ist der Spread, also die Differenz zwischen dem höchsten Kaufkurs und dem niedrigsten Verkaufskurs. Je größer der Spread ausfällt, desto höher sind die indirekten Handelskosten. Ein enger Spread bedeutet dagegen geringere Kosten.

Beim Trading mit Hebel entstehen zusätzlich Finanzierungskosten. Dazu gehören vor allem Übernachtgebühren, die auch als Funding Rates oder Rollover-Gebühren bezeichnet werden. Diese Kosten fallen an, wenn gehebelte Positionen über den Abrechnungszeitraum hinaus gehalten werden.

Ebenfalls wichtig ist die sogenannte Liquidationsgebühr. Einige Krypto-Börsen berechnen diese Gebühr, wenn eine Margin-Position zwangsweise geschlossen wird, weil die erforderliche Margin nicht mehr ausreicht.

Steuern sind zwar keine Plattformgebühr, beeinflussen aber deine Nettorendite. In Deutschland kann der Tausch von Kryptowerten steuerlich als Veräußerung gelten, zum Beispiel wenn du Bitcoin gegen USDT tauschst oder USDT später in EUR zurückwechselst. Für private Spot-Bestände kommt regelmäßig die einjährige Haltefrist nach § 23 EStG in Betracht; innerhalb der Haltefrist gilt seit 2024 eine Freigrenze von 1.000 € für private Veräußerungsgeschäfte. Bei Derivaten, Lending, Staking oder gewerblichem Handel können andere Regeln gelten, daher ist eine saubere Dokumentation wichtig.

Beim Spot-Trading mit Tether fallen dagegen keine Übernachtgebühren an, da Krypto-Börsen für Spot-Positionen keine Finanzierungskosten über Nacht berechnen.

Vor- und Nachteile des USDT-Tradings

USDT kann zur Streuung eines Trading-Portfolios genutzt werden. Bevor du Kapital investierst, solltest du jedoch die möglichen Vorteile und Nachteile genau kennen. Im Folgenden bekommst du einen Überblick über die wichtigsten Vor- und Nachteile von USDT als Trading-Asset:

Vorteile

  • Kann auf verschiedenen Blockchains ausgegeben werden.
  • Große Auswahl an verfügbaren Krypto-Börsen.
  • Der Kryptomarkt ist rund um die Uhr geöffnet (24/7).
  • Tether weist aufgrund der Kopplung an den US-Dollar eine geringere Volatilität auf.
  • Der Handel von Tether an Börsen ist häufig günstiger als der Handel vieler Kryptowährungen über klassische Broker.
  • Hohe Liquidität und breite Akzeptanz an Krypto-Börsen.

Nachteile

  • Bei vielen klassischen Brokern nicht direkt verfügbar.
  • Geringere Volatilität macht USDT für einige Trader beim Spot-Trading weniger attraktiv. Für Nutzer mit EUR-Referenzwährung besteht zusätzlich ein USD/EUR-Wechselkursrisiko.
  • Krypto-Börsen unterliegen je nach Sitz nicht immer derselben regulatorischen Aufsicht wie regulierte Broker in der EU. Die Verfügbarkeit einzelner Stablecoins kann sich durch MiCA-Vorgaben ändern.
  • Die Reserven von USDT wurden bisher keiner vollständigen unabhängigen Prüfung unterzogen.

USDT gehört gemessen an der Marktkapitalisierung zu den größten Kryptowährungen weltweit und wird auf mehreren Blockchains unterstützt. Durch diese starke Marktpräsenz ist Tether inzwischen auf nahezu jeder großen Krypto-Börse verfügbar.

Wenn du mit USDT handeln möchtest, solltest du außerdem beachten, dass der Kryptomarkt rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche geöffnet ist. Dadurch bietet der Handel deutlich mehr zeitliche Flexibilität als klassische Märkte wie der Forex-Markt.

Gleichzeitig bleibt wichtig, dass USDT an den US-Dollar gekoppelt ist. Diese Bindung sorgt für eine vergleichsweise hohe Stabilität und unterscheidet Tether von vielen volatilen Kryptowährungen. Dadurch eignet sich USDT nicht nur für das Trading, sondern auch für internationale Geldtransfers, sofern Netzwerkgebühren, Verfügbarkeit und regulatorische Vorgaben beachtet werden.

Einer der größten Nachteile aus Sicht klassischer Broker-Kunden ist, dass viele regulierte Broker den direkten Handel mit USDT nicht anbieten, außer als Kurswährung innerhalb eines Handelspaars. Deshalb sind Trader meist auf Krypto-Börsen angewiesen. Diese können beim Spot-Trading günstiger sein als klassische Broker und berechnen beim Spot-Trading keine Übernachtgebühren.

Ein weiterer Punkt ist die begrenzte Eignung von USDT für spekulatives Spot-Trading. Viele Trader setzen gezielt auf starke Kursschwankungen anderer Kryptowährungen, um kurzfristige Gewinne zu erzielen. Die Volatilität von Tether ist dagegen vergleichsweise gering, weshalb kleinere Kursbewegungen deutlich genauer beobachtet werden müssen. Für deutsche Anleger kommt hinzu, dass die relevante Betrachtung meist in EUR erfolgt und sich der EUR-Gegenwert durch Wechselkursbewegungen verändern kann.

Die Regulierung von Krypto-Börsen ist im Wandel. In der EU schafft MiCA einheitlichere Regeln für Krypto-Dienstleister, dennoch können Aufsicht, Kundenschutz und Produktangebot je nach Plattform deutlich variieren. Dadurch steigt das Risiko, auf Plattformen zu stoßen, die zwar attraktiv wirken, jedoch nur eingeschränkt reguliert sind oder deren Lizenz nicht für dein Wohnsitzland gilt. Anders als Bankguthaben sind Kryptowerte in der Regel nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.

Zusätzlich steht USDT immer wieder wegen mangelnder Transparenz in der Kritik. Tether Limited Inc. wurde in der Vergangenheit häufig dafür kritisiert, nur begrenzte Informationen über die Zusammensetzung der Reserven offenzulegen. Zwar veröffentlicht das Unternehmen inzwischen regelmäßig Bestätigungsberichte, dennoch wurden die Reserven bis heute keiner vollständigen unabhängigen Prüfung unterzogen. Für Trader in Deutschland sind deshalb nicht nur Gebühren und Liquidität wichtig, sondern auch MiCA-Status, Verwahrung, EUR-Wechselkurs und eine vollständige Steuerdokumentation.

Geschrieben von Z. Stefanova | Fachredakteur Eugene Lee, CFA | Übersetzt von Marcus Jungnickel