Startseite » Leitfaden für den Handel mit Kryptowährungen
Geschrieben von Emmanuel Ifeanyi
Emmanuel Ifeanyi Ekwomadu ist ein Finanz-Content-Autor, der sich auf Forex-, Aktien- und Kryptohandel spezialisiert hat. Er ist der Verfasser der meisten Broker-Bewertungen, die Sie auf BestBrokers.com finden werden.
, | Übersetzt von Marcus Jungnickel
Marcus Jungnickel ist als Übersetzer und Redakteur auf die Fachgebiete Finanzen und Wirtschaft spezialisiert. Er betreut die deutsche Version von BestBrokers.com.
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Im Internet gibt es eine Menge an Informationen über Kryptowährungen – genug, um sowohl professionelle Trader als auch Anfänger schnell zu überfordern. Wenn du jedoch nach einem ausführlichen Leitfaden suchst, der dir zeigt, wie du Kryptowährungen handelst, bist du hier genau richtig. Um die Informationsflut übersichtlich zu halten, konzentrieren wir uns auf die wichtigsten Grundlagen des Krypto-Tradings. Dieser Leitfaden ist bewusst einfach aufgebaut und gleichzeitig detailliert genug, um dir einen klaren Einstieg zu ermöglichen.

Was ist Kryptowährung?

Die Kryptowährung ist eine Form von virtuellem oder digitalem Geld, das durch Kryptografie abgesichert wird. Viele Kryptowährungen basieren auf einem dezentralen Netzwerk, das mithilfe der Blockchain-Technologie aufgebaut ist. Eine Blockchain ist ein verteiltes Register, das von vielen miteinander verbundenen Computern geführt wird. Eine besondere Eigenschaft von Kryptowährungen ist, dass sie nicht von einer zentralen Instanz ausgegeben oder kontrolliert werden. Dadurch können Regierungen oder zentrale Institutionen diese Währungen nicht direkt manipulieren oder beeinflussen.

In diesem Leitfaden lernst du alles, was du für den Einstieg in den Handel mit Kryptowährungen wissen musst. Egal, ob du gerade erst beginnst oder dein Wissen über Kryptowährungen erweitern möchtest – dieser Leitfaden zeigt dir, wie du Kryptowährungen richtig kaufen und verkaufen kannst. Lass uns starten.

Einfach erklärt ist eine Kryptowährung digitales Geld, das du weder sehen noch anfassen kannst. Geld wird genutzt, um Waren zu kaufen oder Dienstleistungen zu bezahlen. Kryptowährungen erfüllen genau diese Funktionen – und bieten zusätzlich weitere Möglichkeiten.

Transaktionen mit Kryptowährungen sind grenzenlos. Das bedeutet, dass du diese Form von digitalem Geld weltweit versenden kannst, solange beide Parteien über ein Kryptowallet verfügen. Was genau ein Kryptowallet ist, erklären wir später in diesem Leitfaden.

Kryptowährungen geben dir die Möglichkeit, dein Geld selbst zu verwalten, ohne dass Drittparteien wie Regierungen oder Zentralbanken eingreifen. Nur du hast Zugriff auf deine finanziellen Mittel.

Blockchains – also Technologien zur sicheren Speicherung und Organisation von Transaktionsdaten – sind ein zentraler Bestandteil vieler Kryptowährungen.

Kryptowährungen sind digitales Geld, das auf einem Netzwerk aus vielen miteinander verbundenen Computern basiert. Durch die dezentrale Struktur haben staatliche Institutionen oder zentrale Behörden nur begrenzten Einfluss auf diesen Markt.

Der Begriff „Kryptowährung“ leitet sich vom Verschlüsselungsprozess ab, der zum Schutz des Netzwerks verwendet wird.

Kryptowährungen können für sichere Online-Zahlungen genutzt werden. Transaktionen werden dabei als Einträge in einem digitalen Register dargestellt und in Form von Token abgebildet. Der Begriff „Krypto“ bezieht sich auf verschiedene kryptografische Verfahren und Verschlüsselungsalgorithmen, die zum Schutz dieser Einträge eingesetzt werden – darunter Public-Private-Key-Verfahren, elliptische Kurvenverschlüsselung und Hash-Funktionen.

Beispiele für Kryptowährungen

Die erste Kryptowährung, die auf der Blockchain-Technologie basierte, war Bitcoin. Bis heute ist Bitcoin der digitale Vermögenswert mit dem größten Marktwert und hatte laut TradingView im April 2025 einen Marktanteil von über 64,3 %. Seit dem Start von Bitcoin im Jahr 2009 sind tausende alternative Kryptowährungen entstanden – häufig als Altcoins bezeichnet. Jede dieser digitalen Währungen erfüllt unterschiedliche Funktionen oder Anwendungsbereiche. Während der Kryptomarkt Anfang 2022 einen Höchststand bei der Anzahl digitaler Coins erreichte, lag die Gesamtzahl im Jahr 2023 bei rund 9.000.

Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass die meisten dieser Kryptowährungen nur eine geringe Bedeutung für den Markt haben. Schätzungen zufolge wurden insgesamt bis zu 20.000 Coins entwickelt, viele davon sind jedoch inzwischen inaktiv. Tatsächlich dominieren rund 20 Kryptowährungen den Markt und machen etwa 90 % des gesamten Marktwerts aus. Die vergleichsweise einfache Erstellung neuer Kryptowährungen führt zu dieser großen, aber häufig wenig relevanten Vielzahl an Projekten.

Im Folgenden siehst du die am häufigsten gehandelten Kryptowährungen.

WährungSymbolStartdatumMarktkapitalisierung (24. April 2025)
BitcoinBTC20091,84 Billionen USD
EthereumETH2015214,02 Milliarden USD
Binance CoinBNB201785,3 Milliarden USD
CardanoADA201724,23 Milliarden USD
Tether USDUSDT2014145,68 Milliarden USD
RippleXRP2012125,69 Milliarden USD
DogecoinDOGE201325,84 Milliarden USD

Die Einordnung von Kryptowährungen: Geld oder Vermögenswert?

Während viele Kryptowährungen als eine Form von Geld betrachten, stuft der U.S. Internal Revenue Service (IRS) sie als finanzielle Vermögenswerte ein. Das bedeutet: Wenn du durch Investitionen oder Trading mit Kryptowährungen Gewinne erzielst, können diese steuerpflichtig sein. In einem Vorschlag des United States Department of Treasury wurde außerdem angekündigt, dass Steuerzahler Transaktionen ab 10.000 USD dem Internal Revenue Service melden müssen. Welche Steuer anfällt und wie hoch diese ausfällt, hängt unter anderem davon ab, wie lange die Kryptowährungen gehalten wurden und welche Art von Aktivität Trader im Kryptomarkt durchgeführt haben.

Die Entstehung von Bitcoin

Das, was heute als Bitcoin bekannt ist, wurde im Jahr 2008 von einer Person oder einer Gruppe unter dem Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ entwickelt. Die Währung selbst wurde jedoch erst 2009 aktiv genutzt, nachdem die Implementierung als Open-Source-Software veröffentlicht wurde. Seitdem entstehen neue Bitcoins durch einen Prozess, der als Mining bezeichnet wird.

Es befinden sich etwa 19,86 Millionen Bitcoins im Umlauf, mit einer Marktkapitalisierung von ungefähr 1,84 Billionen USD zum Stand 24. April 2025. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass sich diese Zahl häufig verändert, da sie von verschiedenen Marktbedingungen abhängt. Die maximale Anzahl an Bitcoins, die geschürft werden können, ist auf 21 Millionen begrenzt. Diese Kryptowährung gilt als äußerst sicher, da das begrenzte Angebot Manipulationen erschwert.

Bitcoin ist nur eine von vielen Kryptowährungen weltweit, jedoch mit großem Abstand die führende. Nach der Einführung von Bitcoin im Jahr 2009 entstanden weitere Coins wie Litecoin, Cardano, EOS, IOTX, DENT, Ethereum und viele mehr. Der Sammelbegriff für virtuelle Coins, die nach Bitcoin entstanden sind, lautet „Altcoins“. Der Gesamtwert aller digitalen Coins wurde im April 2025 auf über 2,88 Billionen USD geschätzt, wobei Bitcoin den Markt mit einem Anteil von 64,3 % dominiert.

Bitcoin ist die erste Kryptowährung, die von einer Person oder einer Gruppe unter dem Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ entwickelt wurde. Jede Kryptowährung, die nicht Bitcoin ist, wird als „Altcoin“ bezeichnet – eine Kurzform für „Alternative Coin“.

Wichtige Begriffe rund um Kryptowährungen

Wie in anderen Finanzmärkten gibt es auch im Kryptosektor eine eigene Fachsprache, die Trader für Analysen und Investitionen verwenden. Um an Diskussionen und Analysen rund um Kryptowährungen teilnehmen zu können, solltest du die folgenden Begriffe kennen:

  • ATH & ATL

    „ATH“ steht für All-Time High. Wenn ein Vermögenswert einen neuen Rekordpreis erreicht, der zuvor noch nie erreicht wurde, spricht man von einem neuen ATH. Das ATH einer Kryptowährung zu kennen, kann hilfreich sein, um zu vermeiden, den Vermögenswert zu einem sehr hohen Preis oder nahe seinem ATH zu kaufen. Das Gegenteil davon ist „ATL“, was für All-Time Low steht. Wenn ein Vermögenswert den niedrigsten Preis seiner Geschichte erreicht, sagt man, dass dieser Vermögenswert auf seinem ATL gehandelt wird.

  • Bear / Bearish

    Wenn du eine bearishe Einschätzung zu einem Vermögenswert hast, gehst du davon aus, dass der Preis dieses Vermögenswerts fallen wird. Bei einer bearishen Marktmeinung eröffnest du eine Short-Position mit dem Ziel, von fallenden Kursen zu profitieren. Ein Tradee mit einer bearishen Markteinschätzung wird als Bear bezeichnet.

  • Blockchain

    Eine Blockchain ist ein digitales Register, das aus einer Reihe von Blöcken besteht, wobei jeder Block verifizierte Transaktionen enthält. Diese Art von Netzwerk wurde so konzipiert, dass es dezentral und unveränderlich ist – das bedeutet, dass niemand eine Transaktion löschen oder verändern kann, sobald sie in einem Block gespeichert wurde. Das Konzept der Blockchain entstand im Jahr 2008 nach der Veröffentlichung des Bitcoin-Whitepapers.

  • Distributed Ledger

    Ein Distributed Ledger ist ein Register, das Informationen enthält, die auf verschiedene Geräte verteilt oder zwischen ihnen geteilt werden. Ein Beispiel dafür ist die Blockchain, die entwickelt wurde, um sämtliche Bitcoin-Transaktionen zu erfassen.

  • P2P

    Dies ist die Abkürzung für Peer-to-Peer. Dabei handelt es sich um eine Form von Dienstleistungen, bei der zwei Personen ihre Transaktionen direkt miteinander abwickeln, ohne dass eine dritte Partei oder ein Vermittler in den Prozess eingreift. Käufer und Verkäufer handeln in diesem Fall direkt über einen P2P-Dienst miteinander.

  • Escrow

    Ein Escrow ist eine dritte Partei, die Geld treuhänderisch für eine andere Partei verwahrt. Dies geschieht häufig, wenn zwei Parteien eine Transaktion durchführen möchten, sich jedoch nicht vollständig vertrauen. Eine Person überträgt die Gelder an den Escrow-Dienst, der diese anschließend an die Gegenpartei weiterleitet, sobald eine vereinbarte Verpflichtung erfüllt wurde.

  • Fiat-Währungen

    Fiat-Währungen sind staatlich ausgegebene physische Währungen. Sie sind in der Regel zentralisiert und werden von Regierungen ausgegeben und kontrolliert. Beispiele hierfür sind der US-Dollar, der japanische Yen und das britische Pfund.

  • Krypto-Börsen

    Krypto-Börsen sind Plattformen, auf denen du Kryptowährungen kaufen und verkaufen kannst. Sie dienen als Marktplatz, auf dem Käufer und Verkäufer miteinander handeln und verschiedene digitale Vermögenswerte traden können. Krypto-Börsen gehören zu den schnellsten Möglichkeiten, Kryptowährungen zu kaufen oder zu verkaufen.

  • FOMO

    „FOMO“ bedeutet „Fear of Missing Out“. Dabei handelt es sich um eine Situation, in der Investoren und Trader beginnen, einen Vermögenswert zu kaufen, weil sie gesehen oder gehört haben (häufig durch Gerüchte oder Hype im Internet), dass der Preis steigen könnte. Dieses Verhalten ähnelt dem Panikkauf, da du die vermeintliche Chance oder die Nachrichten, die den Preis antreiben, nicht verpassen möchtest. Allerdings kann diese Art des Tradings deinem Portfolio schaden, da du häufig in einen bereits manipulierten Markt einsteigst.

  • Fork

    Ein Fork bezeichnet eine Änderung der Protokolle oder Regeln eines digitalen Vermögenswerts. Dies geschieht, wenn Entwickler die Regeln eines Assets aktualisieren. Dabei wird zwischen Soft Forks und Hard Forks unterschieden. Ein Hard Fork ist eine Änderung des Protokolls, bei der das alte Protokoll nicht mehr kompatibel ist und dadurch eine neue Version entsteht. Vereinfacht gesagt ist ein Hard Fork ein dauerhafter Übergang von einem alten System zu einem neuen. Ein Soft Fork hingegen ist rückwärtskompatibel, da ältere Nodes die neuen Blöcke weiterhin als gültig erkennen.

  • FUD

    „FUD“ steht für „Fear, Uncertainty and Doubt“. Dies tritt häufig auf, wenn Marktteilnehmer falsche oder irreführende Informationen über einen bestimmten Vermögenswert verbreiten, um den Preis gezielt fallen zu lassen und anschließend zu einem niedrigeren Kurs zu kaufen.

  • HODL

    „HODL“ ist kein Schreibfehler, sondern ein Begriff, der von Tradern geprägt wurde und „Hold On for Dear Life“ bedeutet. Ein Trader, der hodlt, vermeidet in der Regel den Verkauf seiner Vermögenswerte während volatiler Marktphasen und hält diese weiter in der Hoffnung, dass sich der Preis wieder erholt oder weiter in seine gewünschte Richtung entwickelt.

  • Initial Coin Offering

    Ein Initial Coin Offering oder ICO beschreibt eine Situation, in der ein Coin an einer Börse gelistet wird, sodass die Öffentlichkeit ihn frei kaufen und verkaufen kann. Es handelt sich dabei um eine Methode zur Kapitalbeschaffung – ähnlich wie wenn ein Unternehmen Aktien öffentlich anbietet, sobald es an die Börse geht.

  • KYC

    Know Your Customer, kurz KYC, ist ein Verfahren, das von Börsen verwendet wird, um die Identität ihrer Nutzer zu verifizieren. Diese Maßnahme dient dem Schutz der Nutzer und wird von verschiedenen Aufsichtsbehörden vorgeschrieben, um Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und andere illegale Aktivitäten zu verhindern.

  • Long / Long-Position

    Wenn du eine Long-Position eingehst oder „long gehst“, erwartest du steigende Preise. Wenn du zum Beispiel bei Ethereum long bist, bedeutet das, dass du die Kryptowährung gekauft hast, weil du davon ausgehst, dass ihr Wert steigt.

  • Short / Shorten

    Wenn du einen Vermögenswert shortest, erwartest du einen fallenden Preis. Short-Positionen können entstehen, indem du den Vermögenswert direkt verkaufst oder eine Put-Option kaufst. Das Shorten eines Assets gilt als risikoreiche Trading-Strategie, da Märkte sehr volatil sein können.

  • Market Cap

    Die Market Cap, also Marktkapitalisierung, beschreibt den gesamten Marktwert eines Vermögenswerts. Bei Bitcoin ergibt sich die Marktkapitalisierung beispielsweise aus der Anzahl der im Umlauf befindlichen Bitcoins multipliziert mit dem aktuellen Marktpreis. Da sich Marktbedingungen ständig verändern, schwankt auch die Marktkapitalisierung einer Kryptowährung.

  • POS

    Proof of Stake oder „POS“ ist eine Methode zur Verifizierung von Transaktionen. Kryptowährungen, die dieses Verfahren nutzen, verteilen ihre Tokens häufig im Voraus, und Validatoren werden anhand ihres Anteils beziehungsweise ihres eingesetzten Kapitals ausgewählt. Teilnehmer erhalten in der Regel Belohnungen in Form von Transaktionsgebühren. Bekannte Altcoins wie Cardano, Ethereum und Solana nutzen POS als Konsensmechanismus.

  • POW

    Proof of Work oder „POW“ ist ein Verfahren zur Bestätigung von Transaktionen bei digitalen Vermögenswerten. Bitcoin, Litecoin, Dogecoin und viele andere Kryptowährungen nutzen Proof of Work zur Verifizierung von Transaktionen in ihren Blockchains. Bei diesem Konsensmechanismus übernehmen Miner den Großteil der Rechenarbeit und erhalten dafür eine Belohnung in Form eines Anteils der jeweiligen Kryptowährung.

  • Noob

    Wenn du neu im Trading oder im Kryptobereich bist, wirst du häufig als Noob bezeichnet. Der Begriff ist eine Kurzform von „Newbie“. Anfänger müssen zunächst lernen, wie der Markt funktioniert, bevor sie aktiv in diesem volatilen Markt handeln.

  • Moon / Mooning

    Der Begriff „Moon“ oder „Mooning“ beschreibt eine Situation, in der der Preis eines Vermögenswerts sehr schnell stark ansteigt. Zum Beispiel könnte man sagen, dass Dogecoin „to the moon“ geht, wenn der Preis stark nach oben steigt.

  • Mining Incentive

    Mining-Anreize werden an Miner vergeben, die Transaktionen bestätigen und diese in neue Blöcke aufnehmen. Wer beispielsweise Bitcoin minen möchte, benötigt spezielle Hardware und muss hohe Stromkosten tragen. Daher erhalten Miner eine Belohnung in Form von Tokens – vergleichbar mit einer Vergütung für ihre Arbeit.

  • Rekt

    Wenn du durch das Halten eines Vermögenswerts einen erheblichen Geldverlust erleidest, sagt man, dass du „rekt“ bist – ein Slangbegriff für „wrecked“ (ruiniert).

  • ROI

    ROI bedeutet Return on Investment. Dieser Wert zeigt dir, wie viel Gewinn du mit deiner Investition in eine Kryptowährung erzielt hast. Der Wert kann sowohl positiv als auch negativ sein.

  • Pump and Dump

    Pump and Dump ist eine Form der Marktmanipulation, bei der sich Trader oder Investoren zusammenschließen, um den Preis eines Vermögenswerts gezielt zu beeinflussen, damit sie ihn später zu einem höheren Preis verkaufen können. Dazu erzeugen sie künstliche Aktivität im Markt, in die unerfahrene Investoren einsteigen, wodurch der Preis steigt. Nachdem der Preis „gepumpt“ wurde, verkaufen sie den Vermögenswert mit Gewinn, während unerfahrene Trader auf den Coins sitzen bleiben. Deshalb solltest du aufmerksam sein, um nicht in ein Pump-and-Dump-Schema zu geraten.

  • Token

    Einheiten digitaler Vermögenswerte mit eigener Blockchain werden in der Regel als Coins bezeichnet (z. B. Bitcoin, ADA oder BNB). Digitale Vermögenswerte, die auf bestehenden Blockchains aufgebaut sind, werden hingegen als Tokens bezeichnet, von denen viele spezielle Funktionen innerhalb eines bestimmten Ökosystems erfüllen.

  • Whale

    Ein Whale ist eine Person oder Organisation, die sehr große Mengen an Kryptowährungen handelt oder kontrolliert. Whales sind dafür bekannt, den Preis digitaler Währungen beeinflussen oder bewegen zu können. Der Begriff beschreibt bildlich jemanden, der im Markt große „Wellen“ auslöst.

  • White Paper

    Whitepaper sind Dokumente, die umfassende Informationen über einen digitalen Vermögenswert sowie über die zugrunde liegende Technologie oder das jeweilige Ökosystem enthalten. Dieses Dokument hilft Tradern und Investoren zu verstehen, wie ein bestimmtes Projekt funktioniert und wofür es verwendet wird.

Vor- und Nachteile von Kryptowährungen im Überblick

Wie viele Dinge im Leben bringen auch Kryptowährungen sowohl Vorteile als auch einige Nachteile mit sich. Die wichtigsten Punkte haben wir im Folgenden zusammengefasst.


BenefitsVorteile – Kryptowährungen ermöglichen es zwei Parteien, Gelder schnell zu übertragen, ohne dass eine dritte Partei wie ein Kreditkartenunternehmen oder eine Bank beteiligt sein muss. Diese Transaktionen werden durch öffentliche und private Schlüssel sowie durch Mechanismen wie Proof of Stake und Proof of Work abgesichert.

Ein Nutzer von Kryptowährungen verfügt in der Regel über ein Wallet, in dem die digitalen Coins gespeichert werden. Dieses Wallet enthält einen öffentlichen Schlüssel und einen privaten Schlüssel (der nur dem Eigentümer des Wallets bekannt ist), mit denen Transaktionen bestätigt und autorisiert werden. Die Gebühren für den Transfer von Geldern sind in der Regel niedriger als bei klassischen Banküberweisungen.


ShortcomingsNachteile – Da Kryptowährungen teilweise anonym genutzt werden können, werden sie gelegentlich auch für illegale Transaktionen verwendet, etwa für Steuerhinterziehung oder Geldwäsche. Obwohl Kryptowährungen häufig mit dem Versprechen von Privatsphäre und Schutz vor staatlichen Eingriffen beworben werden, unterscheidet sich der Grad der Anonymität je nach Kryptowährung erheblich.

Beispielsweise ist Bitcoin aufgrund der Struktur seines Netzwerks nicht besonders geeignet für illegale Aktivitäten, da Transaktionen von Behörden nachvollzogen werden können. Kryptowährungen wie Monero oder abgeschirmte Transaktionen bei Zcash nutzen hingegen fortschrittliche kryptografische Verfahren, die das Nachverfolgen deutlich erschweren. Eine vollständig nicht nachverfolgbare Nutzung bleibt jedoch schwierig.


VorteileNachteile
Einfache Übertragung von Geldern direkt zwischen zwei Parteien.Einige Kryptonetzwerke werden für illegale Transaktionen genutzt.
Transaktionen sind sicher.Kryptovermögen kann dauerhaft verloren gehen, wenn das Passwort des Kryptowallets vergessen wird.
Transaktionsgebühren sind vergleichsweise niedrig.

Krypto-Wallets: Arten und Funktionsweise

Im Gegensatz zu einem klassischen Bankkonto, auf dem deine Gelder gespeichert werden, ist ein Kryptowallet ein digitales Werkzeug, das deine privaten Schlüssel speichert. Dadurch kannst du auf deine Kryptowährungen auf der Blockchain zugreifen und sie verwalten. Um Kryptowährungen zu nutzen, musst du ein digitales Wallet einrichten. Dieses speichert deine privaten Schlüssel sicher, die notwendig sind, um auf deine Kryptowährungen zuzugreifen, sie zu verwalten und Transaktionen auf der Blockchain zu autorisieren.

Mit einem Wallet kannst du Kryptowährungen senden und empfangen oder sie auch zum Bezahlen von Waren und Dienstleistungen verwenden. In der Regel greifst du über ein Passwort oder eine PIN auf die Wallet-Oberfläche zu, während deine privaten Schlüssel zur Autorisierung von Transaktionen verwendet werden.

Wallets gibt es in verschiedenen Formen – von mobilen Wallets, mit denen du bequem online bezahlen kannst (ähnlich wie bei einer Zahlungs-App), bis hin zu Hardware-Wallets, die du als physisches Gerät sicher aufbewahren kannst.

Wie funktionieren Kryptowallets?

Kryptowallets unterscheiden sich grundlegend von einer physischen Geldbörse, da sie keine Gelder speichern, sondern private und öffentliche Schlüssel. Der öffentliche Schlüssel ist vergleichbar mit einer Kontonummer, während der private Schlüssel wie eine PIN funktioniert, mit der du Transaktionen autorisierst.

Wenn du Coins an die Wallet-Adresse einer anderen Person sendest, überträgst du auf der Blockchain das Eigentum dieser Coins an den Empfänger. Damit der Empfänger die übertragenen Coins verwenden kann, müssen seine privaten Schlüssel zur öffentlichen Adresse passen, an die die Coins gesendet wurden.

So funktionieren Kryptowallets

Der Besitz der privaten Schlüssel bedeutet daher vollständige Kontrolle über die Gelder, die mit der entsprechenden öffentlichen Adresse verbunden sind. Deshalb ist es entscheidend, deine privaten Schlüssel sicher aufzubewahren, sodass nur du sie kennst. Wenn eine andere Person Zugriff auf deine privaten Schlüssel erhält, kann sie deine Coins stehlen, indem sie diese an eine andere Wallet-Adresse sendet, die sie kontrolliert.

Du solltest deine privaten Schlüssel außerdem sichern oder sichern lassen, um einen versehentlichen Verlust zu vermeiden. Wenn du deine privaten Schlüssel nicht wiederherstellen kannst, verlierst du den Zugriff auf deine Kryptowährungen dauerhaft. Es gab bereits Fälle, in denen Investoren Millionen USD verloren haben, weil sie ihre privaten Schlüssel verloren haben.

Arten von Kryptowallets

Es gibt verschiedene Arten von Kryptowallets. Jede Variante funktioniert unterschiedlich und bringt eigene Vor- und Nachteile mit sich. Im Folgenden findest du einige der wichtigsten Typen.


Online walletsOnline-Wallets – Online-Wallets sind Wallets, die mit dem Internet verbunden sind und auf einem Server gespeichert werden. Du kannst von jedem Gerät über einen Webbrowser auf deine Kryptowährungen zugreifen, solange eine Internetverbindung besteht. Allerdings kann die Sicherheit beeinträchtigt werden, wenn die Online-Plattform gehackt wird oder dein Konto nicht ausreichend geschützt ist.


Desktop walletsDesktop-Wallets – Desktop-Wallets sind Softwareprogramme, die auf einem Computer installiert werden und den Vorteil bieten, dass die Schlüssel lokal gespeichert werden. Ihre Sicherheit hängt jedoch stark von der Sicherheit des Computers selbst sowie von möglichen Risiken wie Malware oder unbefugtem Zugriff ab.


Mobile walletsMobile-Wallets – Mobile-Wallets ermöglichen einen einfachen Zugriff auf deine Kryptowährungen über eine Smartphone-App. Die privaten Schlüssel werden lokal auf dem Gerät gespeichert, allerdings kann die Sicherheit beeinträchtigt werden, wenn das Gerät verloren geht, gestohlen wird oder von Malware betroffen ist.


Hardware walletsHardware-Wallets – Ein Hardware-Wallet ist ein physisches Gerät, auf dem deine privaten Schlüssel offline gespeichert werden. Du kannst es über einen USB-Anschluss mit deinem Computer verbinden, um Transaktionen durchzuführen. Diese Art von Wallet gilt in der Regel als sicherer als die zuvor genannten Varianten, insbesondere für die Aufbewahrung größerer Mengen an Kryptowährungen. Allerdings sind Hardware-Wallets meist teurer, da zunächst ein entsprechendes Gerät gekauft werden muss.


Paper walletsPaper-Wallets – Bei einem Paper-Wallet werden deine öffentlichen und privaten Schlüssel auf ein physisches Blatt Papier gedruckt und dort gespeichert. Aufgrund der Offline-Aufbewahrung kann dies eine sichere Methode für die langfristige Speicherung sein. Für den regelmäßigen Gebrauch ist sie jedoch unpraktisch und anfällig für physische Schäden oder Verlust.


Custodial walletsCustodial-Wallets: Bei einem Custodial-Wallet verwaltet eine dritte Partei – beispielsweise eine Krypto-Börse oder ein anderer Dienstleister – deine privaten Schlüssel in deinem Auftrag. Das ist bequem, bedeutet jedoch, dass du die Sicherheit deiner Kryptowährungen dieser dritten Partei anvertraust.


Non-custodial walletsNon-Custodial-Wallets: Ein Non-Custodial-Wallet gibt dir die vollständige Kontrolle über deine privaten Schlüssel. Du bist allein für deren Sicherheit und Sicherung verantwortlich. Das sorgt für mehr Unabhängigkeit und reduziert die Abhängigkeit von einer dritten Partei, bedeutet aber auch, dass die gesamte Verantwortung für die Sicherheit bei dir liegt.


Beachte, dass Kryptowallets in der Regel für bestimmte Blockchains sowie deren native Coins oder Tokens entwickelt werden. Wenn du eine Kryptowährung an ein Wallet sendest, das diesen Vermögenswert nicht unterstützt, kann es passieren, dass die Gelder nicht angezeigt werden und möglicherweise nur mit fortgeschrittenem technischem Wissen und Zugriff auf die privaten Schlüssel wiederhergestellt werden können – oder im schlimmsten Fall gar nicht.

WalletZugriffSicherheit
Online-WalletOnline-Server eines Drittanbieters.Relativ sicher.
Desktop-WalletSoftware, die auf einem PC installiert ist.Ziemlich sicher.
Mobile-WalletWallet-App auf einem mobilen Gerät.Sicherer als Online-Wallets.
Hardware-WalletPhysisches Gerät ähnlich einem USB-Stick.Sehr sicher.
Paper-WalletQR-Code oder Schlüssel auf Papier gedruckt.Sehr sicher, aber veraltet.

Kryptowährungen traden oder investieren – was ist besser?

Wenn du mit dem Trading von Kryptowährungen beginnst, solltest du dir zunächst über deine Ziele im Klaren sein – ob du kurzfristige Gewinne erzielen möchtest oder deine Vermögenswerte über einen längeren Zeitraum halten willst.

Kryptowährungen zu traden bedeutet, auf kurzfristige Preisbewegungen von Krypto-Coins zu spekulieren – entweder indem du die Coins direkt auf einer Krypto-Börse kaufst und verkaufst oder indem du Differenzkontrakte (CFDs) über einen Broker handelst.

CFDs ermöglichen es dir, auf kurzfristige Preisbewegungen im Kryptomarkt zu spekulieren, ohne den zugrunde liegenden Vermögenswert besitzen zu müssen. Du kannst Long- oder Short-Positionen eröffnen und einen Hebel nutzen – das bedeutet, du musst nicht den vollständigen Wert des Vermögenswerts besitzen, um zu handeln. Stattdessen benötigst du nur einen Teil des Gesamtwerts, die sogenannte Margin, um die Position zu eröffnen. Du solltest jedoch beachten, dass ein Hebel sowohl Gewinne als auch Verluste verstärken kann. Je nachdem, ob sich der Markt in deine Richtung bewegt oder gegen deine Position läuft, kann der Hebel daher sowohl Vorteil als auch Risiko sein.

Eine verbreitete Strategie beim Investieren in Kryptowährungen ist das langfristige Halten von Vermögenswerten – manchmal über viele Jahre oder sogar unbegrenzt (häufig als „HODLing“ bezeichnet). Investieren ähnelt dabei der Buy-and-Hold-Strategie bei Aktien. Ein Krypto-Investor kauft einen Coin, von dem er glaubt, dass sein Wert künftig steigen wird, und hält ihn über viele Jahre oder dauerhaft. Verkäufe erfolgen meist nur teilweise, wenn Kapital benötigt wird.

Sowohl Trading als auch Investieren haben ihre Vorteile. Entscheidend sind deine Ziele und deine Risikobereitschaft. Wenn du eine hohe Risikotoleranz hast, entscheidest du dich möglicherweise eher für Trading. Bist du dagegen eher konservativ eingestellt, kann eine Buy-and-Hold-Strategie besser zu dir passen.

TradingInvestieren
Kurzfristig.Langfristig (HODL).
Für Personen mit hoher Risikotoleranz.Für konservative Anleger.
Direkt mit Coins oder indirekt über CFDs.Direkt mit Coins.
Hebel kann genutzt werden, um potenzielle Gewinne zu erhöhen.Nicht verfügbar.

Krypto-Trading-Gewinnrechner

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Kryptomarkt im Vergleich zum Aktienmarkt

Nun vergleichen wir den Kryptomarkt mit dem Aktienmarkt.

Wie ist der Kryptomarkt dem Aktienmarkt ähnlich?

Obwohl sich der Kryptomarkt und der Aktienmarkt in vielen Punkten unterscheiden, gibt es einige Gemeinsamkeiten. Erstens werden beide von Steuerbehörden als Finanzmärkte betrachtet, und Gewinne aus Trading oder Investitionen können steuerpflichtig sein. Dabei solltest du beachten, dass sich die steuerliche Behandlung von Gewinnen aus Kryptowährungen je nach Wohnsitz unterscheiden kann.

Zweitens sind viele Trading- und Investitionsstrategien in beiden Märkten ähnlich. Trader im Kryptomarkt können beispielsweise Scalping, Day-Trading oder Swing-Trading betreiben. Investoren können Kryptowährungen langfristig kaufen und halten – ähnlich wie beim klassischen Investieren in Aktien.

Drittens ähneln sich auch die Analysewerkzeuge. Sowohl im Kryptomarkt als auch im Aktienmarkt werden Charts für Analysen verwendet, und technische Indikatoren (die wir später in diesem Leitfaden erklären) helfen dabei, Marktbewegungen zu interpretieren.

Viertens befindet sich der Kryptomarkt zwar noch in einer relativ frühen Entwicklungsphase – im Gegensatz zum Aktienmarkt, der bereits seit Jahrhunderten existiert – dennoch gibt es auch hier zahlreiche derivative Produkte wie Futures oder Optionen. Außerdem wird der Wert von Kryptowährungen, ähnlich wie bei Aktien, häufig gegenüber Fiat-Währungen gemessen.

KryptomarktAktienmarkt
Steuerpflichtiger Finanzmarkt
Kurzfristiges Trading und langfristiges Investieren
Technische Analysewerkzeuge werden genutzt
Derivative Produkte

Unterschiede zwischen dem Kryptomarkt und dem Aktienmarkt

Trotz einiger Gemeinsamkeiten unterscheiden sich beide Märkte deutlich voneinander. Erfolg in einem Markt bedeutet nicht automatisch, dass du auch im anderen erfolgreich handeln kannst. Hier sind einige der wichtigsten Unterschiede.


VolatilityVolatilität – Der Kryptomarkt ist sehr volatil und weist starke Kursschwankungen auf. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Kryptowährungen innerhalb kurzer Zeit um zweistellige Prozentwerte bewegen. Der Aktienmarkt ist dagegen in der Regel weniger volatil und insgesamt stabiler.


Market securities or assetsHandelbare Instrumente – Am Aktienmarkt kaufst du Anteile an börsennotierten Unternehmen. Im Kryptomarkt hingegen investierst du in digitale Währungen oder in die zugrunde liegende Technologie und Konzepte – nicht in Unternehmensanteile.


RegulationsRegulierung – Der Aktienmarkt profitiert von jahrzehntelanger Regulierung und klaren rechtlichen Rahmenbedingungen. Dadurch existieren etablierte Regeln und Strukturen für seinen Betrieb. Der Kryptomarkt hingegen ist weniger als zwei Jahrzehnte alt und stellt Regulierungsbehörden weiterhin vor Herausforderungen. Die fehlende umfassende Regulierung trägt zur anhaltend hohen Volatilität und zur vergleichsweise geringeren Marktaufsicht bei.


Market maturityMarktreife – Das Alter eines Marktes spielt im Finanzbereich eine wichtige Rolle. Der Aktienmarkt existiert bereits seit vielen Jahrhunderten, während der Kryptomarkt noch relativ jung ist und sich erst seit etwas mehr als einem Jahrzehnt entwickelt. Handelsvolumen und Gesamtmarktwert sind im Aktienmarkt deutlich größer als im Kryptomarkt. Das vergleichsweise junge Alter von Kryptowährungen ist einer der Gründe für die hohe Volatilität.


KryptomarktAktienmarkt
VolatilitätSehr hochNormal
Handelbare InstrumenteKrypto-Coins, Tokens und TechnologieUnternehmensaktien
RegulierungBegrenztUmfassend
MarktreifeEtwa ein JahrzehntViele Jahrhunderte

Die verschiedenen Kryptomärkte

Im Kryptomarkt gibt es zwei Hauptbereiche, in denen gehandelt wird: den Spotmarkt und den Derivatemarkt.

Krypto-Spotmarkt

Im Krypto-Spotmarkt werden Coins oder Tokens mit sofortiger Lieferung gekauft oder verkauft. Wenn du im Spotmarkt handelst, besitzt du die jeweiligen Vermögenswerte tatsächlich. Das bedeutet, dass du nur dann Gewinn erzielst, wenn der Wert des zugrunde liegenden Assets in deinem Portfolio steigt.

Wenn du zum Beispiel 1 BTC kaufst (aktuell etwa 92.471 USD), musst du den vollständigen Preis bezahlen – in diesem Fall 92.471 USD. Danach befindet sich 1 BTC in deinem Wallet. Steigt der Preis und du verkaufst den Coin, erzielst du einen Gewinn. Fällt der Preis, entsteht ein Verlust.

Der Spotmarkt besteht aus zwei Arten von Tradern: Makern und Takern.

Der Spotmarkt funktioniert mit zwei zentralen Teilnehmern: Makern und Takern. Ein Maker ist ein Trader, der dem Markt Liquidität hinzufügt, indem er eine Limit-Order platziert, die nicht sofort ausgeführt wird. Möchte ein Trader beispielsweise einen Coin zu einem bestimmten Preis verkaufen, der leicht über dem aktuellen Marktpreis liegt, bleibt diese Sell-Limit-Order im Orderbuch bestehen, bis ein Käufer bereit ist, diesen Preis zu akzeptieren. Dadurch entsteht ein neuer Preispunkt und zusätzliche Markttiefe.

Ein Taker hingegen entzieht dem Markt Liquidität, indem er eine Market-Order platziert, die sofort zum besten verfügbaren Preis im Orderbuch ausgeführt wird. Wenn du also einen Kauf oder Verkauf sofort zum aktuellen Marktpreis ausführst, nimmst du bestehende Liquidität aus dem Markt. Sowohl Käufer als auch Verkäufer können als Maker auftreten, indem sie Limit-Orders platzieren, und als Taker, indem sie Market-Orders ausführen. Maker stellen Liquidität bereit und sorgen für einen reibungsloseren Handel, während Taker diese Liquidität nutzen, um ihre Trades sofort auszuführen. Aus diesem Grund sind die Gebühren auf Krypto-Börsen für Maker in der Regel niedriger als für Taker.

Krypto-Derivatemarkt

Krypto-Derivate sind Finanzkontrakte, deren Wert sich von einem zugrunde liegenden Vermögenswert ableitet. Sie können ihren Wert auch von anderen Derivaten ableiten.

Derivate bestehen aus Verträgen zwischen mehreren Parteien, deren Preis sich aus bereits existierenden Vermögenswerten wie Bitcoin, ADA, Dent und anderen ableitet.

Im Kryptomarkt gibt es verschiedene Formen von Derivaten. Dazu gehören unter anderem gehebelte Tokens, Futures-Kontrakte, Optionskontrakte und Differenzkontrakte (CFDs). Aufgrund ihres Hebels und ihrer höheren Komplexität sind Krypto-Derivate in der Regel deutlich risikoreicher als der Handel im Spotmarkt und eignen sich daher eher für erfahrene Trader.

Krypto-SpotmarktKrypto-Derivatemarkt
Du besitzt den Vermögenswert.In den meisten Fällen besitzt du den Vermögenswert nicht.
Handel zum vollen Marktpreis.Handel auf Margin.
Hebel selten.Hebel verfügbar.

Der Bid-Ask-Spread

Der Bid-Ask-Spread ist die Differenz zwischen dem höchsten Kaufpreis (Bid) und dem niedrigsten Verkaufspreis (Ask) in einem Markt. Diese Differenz zeigt den niedrigsten Preis, den ein Verkäufer akzeptieren möchte, und den höchsten Preis, den ein Käufer zu zahlen bereit ist. Im Orderbuch entspricht der Bid-Ask-Spread dem Abstand zwischen der höchsten Kauf-Limit-Order und der niedrigsten Verkaufs-Limit-Order.

Die Breite des Spreads wird genutzt, um die Liquidität eines Marktes zu messen. Je enger der Spread ist, desto höher ist die Liquidität. Gleichzeitig lässt sich darüber auch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage erkennen – wobei die Verkaufsseite das Angebot und die Kaufseite die Nachfrage darstellt.

Die wichtigsten Charttypen im Überblick

Ein Chart ist eine grafische Darstellung von Daten – in diesem Fall der Preisentwicklung über die Zeit. Es gibt viele verschiedene Charttypen, mit denen du den Kryptomarkt analysieren kannst. Zu den beliebtesten gehören der japanische Candlestick-Chart, der Balkenchart und der Linienchart. Weitere Varianten sind beispielsweise der Point-and-Figure-Chart oder der Renko-Chart. In diesem Abschnitt konzentrieren wir uns jedoch auf die drei am häufigsten verwendeten Charttypen.

chart types

Candlestick-Chart

Der japanische Candlestick-Chart stellt die Preisbewegungen innerhalb einer Handelsperiode grafisch als Kerze dar – mit oberen und unteren Dochten sowie einem Kerzenkörper, der die Preisbewegung innerhalb dieses Zeitraums zeigt. Jede Kerze repräsentiert die Preisentwicklung in einem bestimmten Zeitintervall. Ein 10-Minuten-Candlestick-Chart zeigt beispielsweise Kerzen, die jeweils eine Handelsperiode von 10 Minuten darstellen, während ein 1-Stunden-Chart die Preisbewegung einer Stunde pro Kerze abbildet.

Japanese Candlestick

Ein japanischer Candlestick enthält vier Datenpunkte: den Eröffnungspreis, den niedrigsten Preis, den höchsten Preis und den Schlusskurs. Der Eröffnungspreis ist der erste Preis innerhalb einer bestimmten Handelsperiode (Timeframe), während der Schlusskurs der letzte Preis ist, bevor die aktuelle Kerze schließt und die nächste Kerze entsteht.

Bitcoin Chart

Ein interessanter Vorteil von Candlestick-Charts ist, dass sie farblich dargestellt werden können, um zu zeigen, wie eine Handelsperiode geschlossen hat (bullish oder bearish). Die Farben lassen sich individuell anpassen. Am häufigsten verwenden Trader jedoch Grün oder Weiß für bullishe Kerzen und Rot oder Schwarz für bearishe Kerzen. Die Dochte (oder Schatten) sind die dünnen Linien oberhalb und unterhalb des Kerzenkörpers und zeigen die extremen Preisbewegungen innerhalb der Handelsperiode im Verhältnis zum Eröffnungs- und Schlusskurs.

Balkenchart

Ein Balkenchart ist eine grafische Darstellung von Preisbewegungen, bei der sogenannte Preisbalken verwendet werden. Jeder Balken zeigt die Preisentwicklung innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Ein Balkenchart besteht aus einer vertikalen Linie, die den niedrigsten und höchsten Preis eines bestimmten Zeitraums darstellt, sowie kleinen Markierungen an den Seiten, die den Eröffnungs- und Schlusskurs anzeigen. Genau wie beim Candlestick-Chart zeigt beispielsweise ein 10-Minuten-Balkenchart die Preisbewegungen jeder einzelnen 10-Minuten-Periode. Auch dieser Chart enthält die vier Datenpunkte Open, High, Low und Close.

Bar Chart

Linienchart

Ein Linienchart stellt den Preis eines handelbaren Instruments als eine einzige, durchgehende Linie dar. In den meisten Fällen werden die Schlusskurse der einzelnen Handelsperioden verwendet, um den Linienchart zu zeichnen. Es können jedoch auch andere Preiswerte wie der Eröffnungs-, Hoch- oder Tiefpreis genutzt werden. Da der Linienchart meist nur den Schlusskurs zeigt, lassen sich Trends oft leichter erkennen als bei der Analyse von Eröffnungs-, Hoch- und Tiefpreisen. Er eignet sich besonders gut, um die allgemeine Marktbewegung (Trend) zu erkennen.

Line Chart

Vergleich der drei häufigsten Charttypen

Candlestick-ChartBalkenchartLinienchart
Zeigt einzelne HandelsperiodenJaJaNein (es handelt sich um eine durchgehende Linie).
Farblich dargestelltJaJaNein
Dargestellte Preispunkte4 (Open, Low, High und Close)4 (Open, Low, High und Close)1 (meist Close, kann aber auch einer der anderen drei Preispunkte sein).

Warum mit Kryptowährungen traden?

Trotz der negativen Schlagzeilen, die der Kryptomarkt seit seiner Entstehung immer wieder begleitet haben, handeln viele Menschen weiterhin mit Kryptowährungen. Was zieht also Trader in diesen Markt? Hier sind einige Gründe, warum der Kryptomarkt interessant sein kann.


open 24/7Rund um die Uhr handelbar – Im Gegensatz zum Aktienmarkt, der feste Handelszeiten an Werktagen hat, ermöglicht die dezentrale Struktur von Krypto-Börsen einen kontinuierlichen Handel – 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Diese ständige Verfügbarkeit erlaubt es Tradern, jederzeit zu handeln und sogar automatisierte Handelsstrategien oder Trading-Algorithmen einzusetzen, die rund um die Uhr aktiv sind.


Easy to open an accountEin Konto lässt sich leicht eröffnen – Ein Konto für den Handel mit Kryptowährungen zu eröffnen ist oft einfacher als die Eröffnung eines klassischen Depots bei einem Aktienbroker. Einige Krypto-Börsen verlangen für die Registrierung zunächst nur eine E-Mail-Adresse. In vielen Fällen ist jedoch eine Know-Your-Customer-Prüfung (KYC) erforderlich, bei der Identitätsdokumente eingereicht werden müssen. Das hängt von den gesetzlichen Anforderungen an deinem Wohnsitz und den Richtlinien der jeweiligen Börse ab – insbesondere wenn du alle Handelsfunktionen nutzen oder höhere Auszahlungslimits erhalten möchtest.


Wide varietiesGroße Auswahl an handelbaren Instrumenten – Der Kryptomarkt hat sich trotz seines vergleichsweise jungen Alters stark entwickelt. Viele Finanzinstrumente, die ursprünglich aus dem Aktienmarkt bekannt sind, können inzwischen auch im Kryptomarkt gehandelt werden. Dazu gehören unter anderem gehebelte Tokens, Optionen, Futures, CFDs (Contracts for Difference) und Swaps. Viele Arten von Derivaten, die du handeln möchtest, sind heute auch im Kryptomarkt verfügbar.


Market volatilityMarktvolatilität – Die hohe Volatilität im Kryptomarkt kann für Trader auch ein Vorteil sein. Lassen wir die Risiken kurz außer Acht: Der Kryptomarkt kann schnelle Gewinne ermöglichen. Eine höhere Volatilität bedeutet mehr Handelsmöglichkeiten für dich.


privacy and anonymityGewisses Maß an Privatsphäre und Anonymität – Wenn dir Privatsphäre wichtig ist, kann der Kryptomarkt interessant sein. Im Gegensatz zum Aktienhandel, bei dem in der Regel ein Konto mit persönlichen Dokumenten eröffnet werden muss, speichern einige Krypto-Börsen keine umfangreichen persönlichen Daten oder haben keinen direkten Zugriff auf deine Kryptowährungen. Es gibt jedoch auch zentralisierte Börsen, bei denen du persönliche Informationen angeben musst.


Techniken im Krypto-Trading

Es gibt zwei grundlegende Methoden zur Analyse und zum Handel an Finanzmärkten. Diese Methoden existieren bereits seit vielen Jahren und werden auch im Kryptomarkt eingesetzt: die Fundamentalanalyse (FA) und die technische Analyse (TA). Du kannst beide Methoden unabhängig voneinander nutzen, viele Trader kombinieren sie jedoch.

Fundamentalanalyse verstehen (FA)

Die Fundamentalanalyse ist eine Methode, bei der wirtschaftliche und finanzielle Faktoren analysiert werden, die den Wert eines Vermögenswerts direkt beeinflussen. Mit der FA kannst du einschätzen, ob ein Vermögenswert zum aktuellen Marktpreis überbewertet oder unterbewertet ist. Auf dieser Grundlage kannst du entscheiden, ob du investieren möchtest oder wie lange du einen Vermögenswert halten willst, wenn du ihn bereits besitzt.

Bei der Fundamentalanalyse im Kryptomarkt werden vor allem zwei Bereiche betrachtet: On-Chain- und Off-Chain-Daten. Zu den On-Chain-Daten gehören beispielsweise Wallet-Adressen (aktive und inaktive), Netzwerkgebühren, die Hashrate des Netzwerks, Transaktionszahlen sowie die Ausgabemenge neuer Tokens.

Diese On-Chain-Daten können auf den ersten Blick komplex wirken. Mithilfe von Websites wie Bitinfocharts.com lassen sich diese Informationen jedoch leicht finden und analysieren.

Off-Chain-Daten beziehen sich hingegen auf Faktoren wie Börsenlistings, Aktivität der Community, staatliche Regulierung, die zugrunde liegende Technologie sowie den Zweck einer Kryptowährung und ihr mögliches zukünftiges Nutzungspotenzial.

Technische Analyse verstehen (TA)

Die technische Analyse ist eine Trading-Methode, bei der Trader Chartsoftware und Indikatoren verwenden, um historische Kursbewegungen und Muster zu analysieren und daraus mögliche zukünftige Preisbewegungen abzuleiten. Zu den häufig verwendeten Indikatoren gehören gleitende Durchschnitte, MACD (Moving Average Convergence Divergence) und RSI (Relative Strength Index). Weitere Werkzeuge sind Candlestick-Muster, Chartformationen, Unterstützungs- und Widerstandszonen, Trendlinien sowie Fibonacci-Level.

Du kannst die technische Analyse in jedem Zeitrahmen anwenden und für unterschiedliche Trading-Stile nutzen – vom Scalping bis hin zum langfristigen Trading. Ein entscheidender Punkt für Trader ist der Zustand des Marktes: Befindet sich der Markt in einem Trend oder bewegt er sich seitwärts?

Ein Markt mit Trend

Ein Trendmarkt weist eine übergeordnete Aufwärts- oder Abwärtsbewegung auf. Der Trend lässt sich anhand der Kursbewegung erkennen, viele Trader nutzen jedoch zusätzlich gleitende Durchschnitte oder Trendlinien, um ihn besser zu identifizieren.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Markttrends: einen Bullenmarkt und einen Bärenmarkt. Ein Bullenmarkt beschreibt einen Aufwärtstrend, bei dem sich der Markt insgesamt nach oben bewegt. Ein Bärenmarkt hingegen ist ein Abwärtstrend, bei dem die Preise insgesamt fallen.

Wichtig ist auch zu verstehen, dass sich Märkte nicht in geraden Linien bewegen. Selbst in einem Aufwärtstrend kommt es regelmäßig zu kurzfristigen Rückgängen, während ein Abwärtstrend auch kurzfristige Erholungen enthalten kann. Zudem spielt der betrachtete Zeitrahmen eine wichtige Rolle: Ein Vermögenswert kann im Stundenchart einen Aufwärtstrend zeigen, während er im Tageschart gleichzeitig in einem Abwärtstrend liegt. Trends in höheren Zeitrahmen haben in der Regel eine größere Bedeutung als Trends in kleineren Zeitrahmen.

Uptrend Chart

Downtrend Chart

Seitwärtsmarkt (Range)

Ein Markt wird als Range-Markt bezeichnet, wenn sich der Preis seitwärts bewegt. In diesem Fall gibt es keine klare Marktrichtung – der Markt befindet sich weder in einem Aufwärtstrend noch in einem Abwärtstrend. Man spricht dann auch von einem trendlosen oder seitwärts laufenden Markt.

Der Preis schwankt innerhalb einer bestimmten Handelsspanne nach oben und unten. Die obere Begrenzung dieser Spanne wirkt als Widerstand, da der Preis Schwierigkeiten hat, darüber hinaus zu steigen. Die untere Begrenzung wirkt als Unterstützung, da der Preis diese Zone meist nicht nachhaltig unterschreitet.

Ranging Market Chart

Häufig verwendete Werkzeuge und Indikatoren der technischen Analyse

Technische Indikatoren sind mathematische Berechnungen auf Basis von Marktdaten. Diese Daten können On-Chain-Daten, Handelsvolumen, Preis, Volatilität oder Open Interest sein. Technische Indikatoren können dem Preis vorauslaufen oder ihm nachlaufen.

Während viele Indikatoren auf Preisdaten basieren, berücksichtigen einige auch das Handelsvolumen eines Vermögenswerts. Beispiele dafür sind On-Balance-Volume, Open Interest sowie Accumulation and Distribution.

Preisbasierte Indikatoren lassen sich in Trendindikatoren (z. B. gleitende Durchschnitte und Average Directional Index), Oszillatoren (z. B. CCI, RSI oder Stochastic) sowie Momentum-Indikatoren wie den MACD einteilen.

Trendlinien

Trendlinien sind ein sehr beliebtes Werkzeug bei Tradern und Chartanalysten. Dabei handelt es sich um diagonale Linien, die im Chart eingezeichnet werden, um mehrere Kursbereiche miteinander zu verbinden. Einige Trader zeichnen Trendlinien auch direkt auf technische Indikatoren.

Der Hauptzweck dieses Werkzeugs besteht darin, den Trend im Markt zu erkennen und die Marktstruktur besser zu verstehen. Außerdem kann es genutzt werden, um dynamische Unterstützungs- und Widerstandszonen zu identifizieren. Trendlinien können in jedem Zeitrahmen angewendet werden. Allerdings gelten Trendlinien in höheren Zeitrahmen als zuverlässiger als in niedrigeren. Zudem wird eine Trendlinie nur dann als gültig angesehen, wenn der Preis sie mindestens zweimal berührt – andernfalls gilt sie als unzuverlässig.

Unterstützungs- und Widerstandszonen

Unterstützung und Widerstand sind sehr wichtige Konzepte in der technischen Analyse. Eine Unterstützungszone wirkt wie ein Preisboden, von dem aus der Kurs nach oben abprallt. Es handelt sich um einen Bereich mit erhöhter Nachfrage, in dem Käufer in den Markt eintreten und die Preise nach oben treiben.

Support

Eine Widerstandszone hingegen stellt eine Preisobergrenze dar. In diesem Bereich gibt es ein erhöhtes Angebot, wodurch der Preis aufgrund zunehmenden Verkaufsdrucks sinkt.

Resistance

Kurz gesagt: Unterstützung ist ein Bereich erhöhter Nachfrage, während Widerstand ein Bereich erhöhten Angebots ist. Allerdings spielen noch weitere Faktoren eine Rolle. Im Chart oben siehst du, dass ein ehemaliger Widerstand nach dem Durchbruch häufig zu einer Unterstützung wird.

Neben Trendlinien und horizontalen Linien zur Darstellung von Unterstützungs- und Widerstandszonen nutzen Trader auch technische Indikatoren für ihre Analyse. Im Folgenden schauen wir uns einige der am häufigsten verwendeten Indikatoren an.

Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnitte sind technische Indikatoren, die verwendet werden, um Kursbewegungen zu glätten und Markttrends zu erkennen. Der gleitende Durchschnitt ist ein nachlaufender Indikator, da er auf historischen Kursdaten basiert.

Es gibt verschiedene Arten von gleitenden Durchschnitten. Die zwei bekanntesten sind der SMA (Simple Moving Average) und der EMA (Exponential Moving Average). Beide glätten die Kursentwicklung, unterscheiden sich jedoch in ihrer Berechnung.

Moving Average

Der SMA wird berechnet, indem die vergangenen Kurse über einen bestimmten Zeitraum (n Perioden) gemittelt werden. Ein 100-Tage-SMA beispielsweise berechnet den Durchschnittspreis der letzten 100 Tage und stellt ihn als Linie im Chart dar.

Der EMA hingegen gewichtet neuere Kursdaten stärker. Dadurch reagiert er schneller auf aktuelle Preisbewegungen als der SMA.

Gleitende Durchschnitte sind ein hilfreiches Werkzeug im Trading. Wie bei den meisten Indikatoren gilt jedoch, dass sie nicht isoliert verwendet werden sollten, da sie dem Markt hinterherlaufen. In Kombination mit anderen Indikatoren lassen sich häufig bessere Trading-Entscheidungen treffen.

Oszillatoren

Oszillatoren sind technische Indikatoren, die um eine Mittellinie oder innerhalb bestimmter Ober- und Untergrenzen schwanken. Sie werden genutzt, um zu erkennen, ob ein Vermögenswert überkauft oder überverkauft ist. Technisch betrachtet gilt ein Vermögenswert als überkauft, wenn der Indikator in den oberen Extrembereich steigt. Befindet er sich im unteren Extrembereich, gilt der Vermögenswert als überverkauft.

Beispiele für Oszillator-Indikatoren sind der Relative Strength Index (RSI), Williams %R, Stochastic, CCI (Commodity Channel Index), Momentum sowie der MACD.

MACD Oscillators

FA vs. TA – welche Methode eignet sich besser zum Trading?

Ob du Fundamentalanalyse oder technische Analyse verwendest, hängt von deinem Trading-Stil ab. Wenn du ein Trader bist, der Positionen innerhalb eines Tages schnell eröffnet und schließt, ist die technische Analyse häufig der bevorzugte Ansatz. Das bedeutet jedoch nicht, dass du nicht auch auf Basis von Nachrichten handeln kannst. Wenn du hingegen lieber recherchierst und deine Trading-Entscheidungen auf grundlegenden Informationen über einen Vermögenswert aufbaust, kann die Fundamentalanalyse eine gute Wahl sein.

FundamentalanalyseTechnische Analyse
Berücksichtigt wirtschaftliche und andere Faktoren, um den aktuellen und zukünftigen Wert eines Vermögenswerts zu bewerten.Verwendet vergangene Kursbewegungen, um zukünftige Preisentwicklungen vorherzusagen.
Eignet sich zur Einschätzung der langfristigen Entwicklung eines Vermögenswerts.Konzentriert sich überwiegend auf kurz- und mittelfristige Kursbewegungen.
Erfordert eine gezielte Analyse der Faktoren, die den Vermögenswert beeinflussen können.Konzentriert sich hauptsächlich auf Marktdaten (vor allem Preis und Handelsvolumen).
Wird genutzt, um die langfristige Marktrichtung einzuschätzen.Wird verwendet, um Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkte zu bestimmen.

Die Kombination beider Ansätze ist oft hilfreicher, als sich nur auf eine Methode zu verlassen. Als Krypto-Trader kannst du nie genug Werkzeuge in deinem Trading-Arsenal haben. Wenn du sowohl FA als auch TA in deine Analyse einbeziehst, erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, Trading-Chancen im Kryptomarkt zu erkennen. Das liegt daran, dass sich beide Methoden gegenseitig ergänzen.

Schauen wir uns dazu ein praktisches Beispiel an. Mit der Fundamentalanalyse kannst du die langfristige Marktrichtung bestimmen. Allerdings hilft sie dir meist nicht dabei, den genauen Zeitpunkt für einen Einstieg zu finden. Genau hier kommt die technische Analyse ins Spiel: Mit TA kannst du den optimalen Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt bestimmen.

Umgekehrt kannst du, wenn du eine Position auf Basis der technischen Analyse eröffnen möchtest, die Fundamentalanalyse nutzen, um zu prüfen, ob deine Entscheidung mit der langfristigen Marktentwicklung übereinstimmt. Wie du siehst, ist es sinnvoll, beide Methoden zu kombinieren, anstatt sich nur auf eine zu verlassen.

Arten von Trading-Orders

Um Kryptowährungen zu kaufen oder zu verkaufen, musst du der Börse mitteilen, wie deine Order ausgeführt werden soll. Für sofortige Käufe oder Verkäufe kannst du eine Market-Order platzieren. In manchen Fällen möchtest du jedoch zu einem bestimmten Preis handeln. Im Folgenden findest du einige der häufigsten Ordertypen im Trading.

  1. Was ist eine Market-Order? – Eine Market-Order ist eine Order zum Kauf oder Verkauf eines Vermögenswerts zum aktuell besten verfügbaren Marktpreis. Market-Orders werden sofort zum aktuellen Marktpreis ausgeführt, unabhängig davon, ob sich der Preis gerade nach oben oder nach unten bewegt. Diese Orderart kann zwar zu einem weniger günstigen Preis ausgeführt werden, wird dafür jedoch sofort umgesetzt.
  2. Was ist eine Limit-Order? – Eine Limit-Order ist eine Kauf- oder Verkaufsorder, die zu einem festgelegten Preis oder zu einem besseren Preis ausgeführt wird. Eine Limit-Kauforder muss unter dem aktuellen Marktpreis liegen, damit sie gültig ist, und wird zum angegebenen Preis oder zu einem niedrigeren Preis ausgeführt. Eine Limit-Verkaufsorder wird dagegen über dem aktuellen Marktpreis platziert und wird zum festgelegten Preis oder zu einem höheren Preis ausgeführt. Angenommen, BTC wird aktuell bei etwa 92.000 USD gehandelt. Wenn du glaubst, dass der Preis nach einer Rallye zunächst zurückgehen wird, bevor er weiter steigt, könntest du eine Limit-Kauforder bei 91.000 USD setzen, wenn du diesen Bereich als Unterstützung betrachtest. Fällt der Markt auf 91.000 USD oder darunter, wird deine Order ausgeführt – jedoch niemals über deinem gesetzten Limitpreis. Ein Nachteil dieser Orderart ist, dass der Markt dein Preisniveau möglicherweise nie erreicht oder die Ausführung lange dauern kann. Limit-Orders ermöglichen es dir jedoch, zu einem besseren Preis einzusteigen als zum aktuellen Marktpreis.
  3. Was ist eine Stop-Loss-Order? – Eine Stop-Loss-Order ist eine Order zum Schließen einer Position, wenn sich der Markt bis zu einem bestimmten Preis gegen dich bewegt. Ziel dieser Order ist es, Verluste zu begrenzen. Als Trader solltest du immer einen Punkt festlegen, an dem deine ursprüngliche Analyse als ungültig gilt. Sobald deine Stop-Loss-Order ausgelöst wird, wird die Position automatisch geschlossen und du realisierst einen zuvor eingeplanten kleinen Verlust. Im folgenden Beispiel wurde eine Order zum Kauf von 1 Bitcoin bei 55.600 USD platziert. Unterhalb dieses Einstiegspreises siehst du einen weiteren Preis von 54.850 USD. Das ist die Stop-Loss-Order. Sie weist den Markt an, die Position bei 54.850 USD zu schließen, wenn der Preis nach Ausführung der Limit-Order unter deinen Einstieg fällt. Durch die Verwendung einer Stop-Loss-Order kannst du große Verluste oder sogar die vollständige Liquidation deines Trading-Kontos vermeiden.Stop-loss orderBeachte jedoch, dass eine Stop-Loss-Order keinen vollständigen Schutz garantiert. Wenn der Preis mit einer Kurslücke unter dein Stop-Loss-Niveau fällt, wird die Order möglicherweise nicht exakt zu diesem Preis ausgeführt. Trotzdem ist es sinnvoll, eine Stop-Loss-Order zu setzen. Zusätzlich solltest du deine Trades überwachen und deine Positionsgröße klein halten, um Verluste zu begrenzen.

Den richtigen Zeitpunkt zum Kaufen und Verkaufen erkennen

Zu wissen, wann du kaufen oder verkaufen solltest, ist keine einfache Fähigkeit. Wichtig ist vor allem, klare Kriterien für Ein- und Ausstiege festzulegen. Du könntest zum Beispiel entscheiden, zu kaufen, wenn der Markt überverkauft ist, und zu verkaufen, wenn der Markt überkauft ist – beispielsweise auf Basis eines RSI-Indikators mit 14 Perioden.

Eine Trading-Strategie mit klaren Einstiegs- und Ausstiegsregeln allein reicht jedoch nicht aus. Zusätzlich brauchst du einen Trading-Plan.

Warum brauchst du einen Trading-Plan?

Ein Trading-Plan hilft dir dabei, konsequent nach deinen eigenen Regeln zu handeln und deine Ziele im Blick zu behalten. Ohne einen Trading-Plan würdest du möglicherweise kaufen und verkaufen, ohne genau zu wissen, was du eigentlich erreichen möchtest. Ein Trading-Plan ist wie eine Landkarte – er dient dir als Orientierung auf deinem Weg im Krypto-Trading.

Dein Trading-Plan hilft dir dabei, deine Emotionen unter Kontrolle zu halten. Wie du vielleicht weißt, gehört der Umgang mit Emotionen zu den größten Herausforderungen im Trading. Besonders schwierig wird es, wenn sich der Markt gegen deine Position bewegt oder wenn du mehrere Verlusttrades hintereinander erlebst. Wenn du dich konsequent an deinen Trading-Plan hältst, kannst du impulsive und unüberlegte Entscheidungen vermeiden.

Ein Trading-Plan beinhaltet außerdem eine Strategie für Kapital- und Risikomanagement. Diese sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading, da sie dir helfen, dein Konto zu schützen und lange genug im Markt zu bleiben, um Gewinne zu erzielen.

Verschiedene Trading-Stile

Krypto-Trader nutzen unterschiedliche Trading-Stile – darunter Scalping, Day-Trading, Swing-Trading und Position-Trading. Welcher Stil für dich geeignet ist, hängt von deiner Persönlichkeit, deiner Risikobereitschaft und deinem Zeitplan ab. Vielleicht arbeitest du beispielsweise von 9 bis 17 Uhr und hast nicht die Möglichkeit, den Markt ständig zu beobachten.

Schauen wir uns diese Trading-Stile genauer an:

Scalping

Scalping ist eine Intraday-Tradingstrategie, bei der Trader von kleinen Kursbewegungen innerhalb sehr kurzer Zeit profitieren – von wenigen Sekunden bis zu einigen Minuten. Diese Strategie erfordert eine kontinuierliche Beobachtung der Charts auf sehr kleinen Zeitrahmen sowie präzises Timing bei Ein- und Ausstiegen.

Beim Scalping können täglich wenige bis hin zu mehreren hundert Trades durchgeführt werden. Viele Scalper nutzen heute automatisierte Trading-Algorithmen.

Day-Trading

Beim Day-Trading werden Positionen innerhalb eines einzigen Tages eröffnet und wieder geschlossen. Positionen werden dabei für einige Minuten bis mehrere Stunden gehalten, und bis zum Ende des Tages können mehrere Trades stattfinden.

Wenn du einen vollen Terminkalender hast, ist Day-Trading möglicherweise nicht ideal für dich, da du die Märkte den ganzen Tag beobachten musst.

Aufgrund der hohen Volatilität im Kryptomarkt ist Day-Trading für Anfänger oft nicht die beste Wahl. Ein Day-Trader benötigt ein hohes Maß an Disziplin und muss in der Lage sein, Emotionen aus seinen Entscheidungen herauszuhalten.

Da häufig mehrere Trades gleichzeitig geöffnet sind, nutzen manche Trader elektronische Handelssysteme, um emotionale Fehlentscheidungen zu vermeiden. Wenn du eher risikoavers bist, kann ein konservativerer Ansatz sinnvoller sein.

Swing-Trading

Swing-Trading ist eine Strategie, bei der Positionen über mehrere Tage bis hin zu einigen Wochen gehalten werden. Ziel ist es, einzelne Kursbewegungen im Tageschart zu nutzen. Die meisten Trades werden daher im Tageszeitrahmen analysiert, auch wenn Swing-Trader manchmal auf den 4-Stunden-Chart wechseln, um einen besseren Einstieg zu finden.

Swing-Trading gilt als konservativerer Ansatz, da Positionen länger gehalten werden und der Markt nicht ständig überwacht werden muss. Außerdem ermöglicht diese Strategie häufig größere Marktbewegungen mitzunehmen als beim Day-Trading oder Scalping.

Position-Trading (HODL)

Position-Trading ist eine langfristige Tradingstrategie und wird häufig auch als Trendfolge-Strategie bezeichnet. Dabei werden Trends identifiziert und Positionen in Richtung dieses Trends eröffnet. Trades werden meist über Monate und manchmal sogar über Jahre gehalten – bis sich der Trend umkehrt. Sowohl Swing-Trading als auch Position-Trading eignen sich in der Regel besser für Anfänger, während Day-Trading eher zu fortgeschrittenen Strategien zählt.

ScalpingDay-TradingSwing-TradingPosition-Trading
Trade-Dauer Einige Sekunden bis wenige MinutenEinige Minuten bis mehrere StundenTage bis WochenMonate bis Jahre
Bezeichnung der TraderScalperDay-TraderSwing-TraderPosition-Trader
Zeitrahmen Tick-Chart, 1-Minuten- und 5-Minuten-Charts5-Minuten- bis Stunden-ChartsTageschart und teilweise 4-Stunden-ChartWochen- und Tagescharts
Zeitaufwand ZeitintensivZeitintensivWeniger zeitintensivAm wenigsten zeitintensiv
AnsatzNebenberuflich oder hauptberuflichHauptberuflichNebenberuflichNebenberuflich

Margin-Trading (Trading mit Hebel)

Beim Margin-Trading ermöglicht dir eine Börse oder ein Broker, eine Position mit nur einem Teil ihres Gesamtwerts zu eröffnen. Das bedeutet, dass du mit Hebel handelst und zusätzliches Kapital von der Börse oder vom Broker nutzt, um eine größere Marktposition einzugehen. Dieser Ansatz hat sowohl Vorteile als auch Risiken.

Wenn du im Trading Hebel verwendest, werden sowohl Gewinne als auch Verluste verstärkt. Viele Börsen bieten unterschiedliche Hebelstufen wie 1:10, 1:50, 1:100 usw. an. Anfänger sollten genau verstehen, wie Hebel funktioniert, bevor sie ihn im Trading einsetzen.

Risikomanagement

Der Kryptowährungsmarkt gilt aufgrund seiner Struktur als besonders risikoreich. Kryptowährungen können innerhalb eines einzigen Tages zweistellige prozentuale Kursbewegungen verzeichnen. Daher ist ein konsequentes Risikomanagement entscheidend, um dein Kapital zu schützen. Du solltest im Voraus festlegen, wann und wie du Vermögenswerte kaufen möchtest. Außerdem sollte bereits vor jedem Trade definiert sein, welcher Anteil deines Kapitals in einen bestimmten Vermögenswert investiert wird.

Portfolio-Management

Portfolio-Management spielt im Krypto-Trading eine wichtige Rolle. Es zeigt, wie effektiv du dein Kapital auf verschiedene Vermögenswerte verteilst. Bevor du ein Portfolio mit Kryptowährungen aufbaust, solltest du festlegen, welche Erwartungen du kurz- und langfristig an einen bestimmten Vermögenswert hast.

Ein gut verwaltetes Portfolio kann dazu beitragen, stabilere Ergebnisse zu erzielen. Das erreichst du, indem du Vermögenswerte mit starker Entwicklung hinzufügst und schwächere Positionen reduzierst oder entfernst.

So findest du die passende Krypto-Börse

Es gibt zahlreiche Börsen, über die du mit Kryptowährungen handeln kannst. Einige sind zuverlässig, während andere weniger vertrauenswürdig sind. Bevor du dich für eine Krypto-Börse entscheidest, solltest du daher einige wichtige Punkte berücksichtigen.


LiquidityLiquidität – Eine Börse mit hoher Liquidität sorgt dafür, dass Trades schnell ausgeführt werden können und Trader ihre Gelder jederzeit problemlos abheben können. Börsen mit hoher Liquidität sind zudem weniger anfällig für Marktmanipulationen, da das hohe Handelsvolumen für stabilere Marktbedingungen sorgt.


SecuritySicherheit – Sicherheit sollte bei der Auswahl einer Börse oberste Priorität haben. In der Vergangenheit wurden mehrere Krypto-Börsen Opfer von Hackerangriffen, bei denen Token im Wert von hunderten Millionen USD gestohlen wurden. Ein aktuelles Beispiel stammt aus Februar 2025: Die große Börse Bybit wurde Opfer eines schwerwiegenden Sicherheitsvorfalls, bei dem Ethereum-Token im Wert von etwa 1,4 bis 1,5 Milliarden USD entwendet wurden. Achte daher darauf, dass die Börse moderne Sicherheitsmechanismen einsetzt, um ihre Plattform und die Daten der Nutzer zu schützen.


Transaction feesTransaktionsgebühren – Die Gebührenstruktur einer Börse zu verstehen ist entscheidend, da sie einen großen Einfluss darauf haben kann, welche Trading-Strategien für dich profitabel sind. Wenn du zum Beispiel als Scalper oder Day-Trader aktiv bist, fallen aufgrund der höheren Anzahl an Trades auch mehr Gebühren an.

Gebühren wirken sich direkt auf deine Gewinnspanne aus. Niedrige Gebühren können deine Gewinne deutlich erhöhen, während hohe Gebühren deine Erträge erheblich reduzieren oder sogar vollständig aufzehren können.


Payment and withdrawal methodsEin- und Auszahlungsmethoden – Bevor du dich für eine Börse entscheidest, solltest du auch prüfen, wie einfach Ein- und Auszahlungen möglich sind. Börsen, die mehrere Zahlungsmethoden wie Kreditkarten, Kryptowährungen oder PayPal anbieten, ermöglichen flexiblere und einfachere Transaktionen für unterschiedliche Trader.


User experienceBenutzerfreundlichkeit – Die Benutzeroberfläche sollte leicht verständlich und einfach zu navigieren sein, besonders für Anfänger. Dazu gehört auch, wie unkompliziert Kauf- und Verkaufsorders im Orderbuch der Handelsplattform platziert werden können.


Empfohlene Plattformen für deine ersten Trades

Wenn du als Anfänger eine Börse suchst, die besonders einfach zu bedienen ist, gehört Coinbase zu den passenden Optionen. Coinbase bietet neben dem klassischen Handel eine breite Palette an Funktionen, darunter eine eigene Wallet zur Selbstverwahrung, Staking-Möglichkeiten, institutionelle Lösungen, einen NFT-Marktplatz sowie Lernangebote rund um Kryptowährungen. Zusätzlich gibt es eine Debitkarte für Zahlungen mit Kryptowährungen und eine Lösung für Händler, um digitale Währungen zu akzeptieren. Außerdem legt die Plattform großen Wert auf Transparenz und Sicherheit.

Wenn du hingegen eine professionellere Trading-Umgebung mit erweiterten Funktionen und einer größeren Auswahl an handelbaren Kryptowährungen suchst, kann Binance eine passende Plattform sein. Binance bietet niedrige Maker- und Taker-Gebühren, mehr als 500 handelbare Kryptowährungen sowie verschiedene Ordertypen.

Der Einstieg ins Krypto-Trading

Wenn du dich entschieden hast, mit Kryptowährungen zu handeln, kannst du die folgenden Schritte nutzen:

  1. Kapital bereitstellen: Handle nur mit Geld, dessen Verlust du dir leisten kannst. Investiere kein Geld, das du für Lebenshaltungskosten benötigst (z. B. Miete, Strom- oder Wasserrechnungen oder Notfallreserven). Im Kryptomarkt kann es schnell zu starken Kursbewegungen kommen. Es kann sinnvoll sein, zunächst mit kleineren Beträgen zu starten, um ein Gefühl für den Markt zu entwickeln.
  2. Trading-Plan erstellen: Trading ohne Plan ist vergleichbar mit einer Reise ohne Karte. Erstelle einen Trading-Plan, der zu deinen Zielen, deinem Trading-Stil und deiner Risikobereitschaft passt. So kannst du übermäßiges Trading vermeiden und dein Risiko besser steuern.
  3. Bei einer zuverlässigen Börse registrieren: Sobald du vorbereitet bist, kannst du ein Konto bei einer Krypto-Börse eröffnen und dein Konto aufladen, um deinen ersten Trade zu platzieren. Informiere dich vorher gründlich und wähle eine vertrauenswürdige sowie regulierte Plattform.
  4. Deine erste Kryptowährung kaufen: Jetzt kannst du deinen ersten Trade durchführen. Wähle die gewünschte Kryptowährung aus und platziere deine erste Order. Falls sich noch kein Guthaben auf deinem Konto befindet, kannst du häufig auch Fiat-Zahlungsmethoden nutzen, um Kryptowährungen direkt zu kaufen.

Fazit

Der Handel mit Kryptowährungen kann lohnend sein, wenn er strukturiert und mit einer klaren Strategie durchgeführt wird. Gründliche Recherche und kontinuierliches Lernen sind wichtige Voraussetzungen für langfristigen Erfolg im Trading.

Zusätzlich kann es sinnvoll sein, weitere Einkommensquellen zu haben, damit du nicht vollständig vom Trading abhängig bist – besonders am Anfang kann der Einstieg herausfordernd sein. Wir hoffen, dass dir dieser Leitfaden einen hilfreichen Überblick gegeben hat.

Geschrieben von E. Ifeanyi | Übersetzt von Marcus Jungnickel